Warmwasser-Wärmepumpe: Funktion, Stromverbrauch, Kosten und Förderung

Was eine Warmwasser-Wärmepumpe kann, wie viel Strom sie für vier Personen am Tag braucht, wie heiß das Wasser gegen Legionellen sein sollte, was sie neben Elektrospeicher und Gaskessel kostet und wann die KfW sie mitfördert.

Eine Warmwasser-Wärmepumpe, auch Brauchwasserwärmepumpe genannt, erwärmt nur das Trinkwasser: Sie entzieht der Raum- oder Außenluft Wärme und lädt damit ihren eingebauten Speicher. Für vier Personen braucht sie in unserem Rechenbeispiel rund 1,6 bis 2,6 kWh Strom am Tag; das sind 224 bis 359 € im Jahr bei 37,3 ct/kWh. Ein elektrischer Warmwasserspeicher (Boiler) käme für dieselbe Wärme auf 897 €. Die KfW fördert sie mit, wenn sie zusammen mit einer förderfähigen Heizung eingebaut wird und keine Raumluft aus beheizten oder gekühlten Räumen nutzt.

Auf einen Blick

  • Funktion. Ein kleiner Kältekreislauf holt Wärme aus der Raumluft oder über Luftkanäle von draußen; heizen kann das Gerät nicht.
  • Stromverbrauch. Vier Personen brauchen rund 5,8 kWh Wärme für Warmwasser am Tag; samt Speicherverlust sind das 1,6 bis 2,6 kWh Strom.
  • Temperatur. Das Umweltbundesamt rät zu 60 °C am Speicheraustritt und mindestens 55 °C im ganzen Leitungsnetz.
  • Förderung. Mit einer neuen förderfähigen Heizung zählt das Gerät zu deren förderfähigen Kosten, sofern es keine Raumluft aus beheizten oder gekühlten Räumen nutzt.
  • Sinnvoll. Am meisten spart sie gegenüber einem Elektrospeicher, neben einem Gaskessel im Beispiel höchstens rund 100 € im Jahr.

So funktioniert eine Warmwasser- oder Brauchwasserwärmepumpe

Eine Warmwasser-Wärmepumpe arbeitet wie eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe, nur ausschließlich für Trinkwasser. Ihr Kältekreislauf nimmt Wärme aus der Luft auf, bringt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Wasser im eingebauten Speicher ab; die abgekühlte Luft strömt zurück in den Raum oder nach draußen. Schritt für Schritt erklärt ihn der Ratgeber Wie funktioniert eine Wärmepumpe?.

Wie heiß das Wasser allein mit der Wärmepumpe wird, hängt vom Modell ab. Ein Beispiel mit veröffentlichten Werten ist die aroSTOR plus von Vaillant: Laut Hersteller erreicht sie 60 °C allein mit der Wärmepumpe und 65 °C mit ihrer elektrischen Zusatzheizung von 1,5 kW, nutzt Raum- oder Außenluft und hat einen Speicher mit 200 oder 260 Litern. Wir nennen sie im Folgenden das Beispielgerät; eine Empfehlung ist das nicht.

Drei Räume mit je einer Warmwasser-Wärmepumpe: links mit Raumluft, in der Mitte mit Luftkanälen nach draußen, rechts angeschlossen an die Abluft aus Bad und Küche
Raumluft, Außenluft, Abluft: Das Gerät nutzt die Luft im Aufstellraum, holt Außenluft über Kanäle durch die Wand oder nutzt die warme Abluft aus Bad und Küche.

Raumluft, Außenluft oder Abluft: welche Bauart passt

Die Wärmequelle entscheidet über Aufstellort, Effizienz und Förderung:

WärmequelleAufstellungStärkenGrenzen
Raumluft (Umluft)unbeheizter, frostfreier Raum, etwa Kellereinfache Installation; kühlt und entfeuchtet den Raumbraucht viel Raumvolumen
Außenluftim Haus, Luft über Kanäle durch die Wandnutzt keine Raumwärme; Mindestraum laut DatenblattEffizienz sinkt mit kalter Luft
Abluftmit zentraler Lüftungsanlage, etwa im Passivhauswarme Abluft aus Bad und KücheAbluft nur begrenzt verfügbar

Raumluft. Der Bundesverband Wärmepumpe empfiehlt mindestens 15 m³ Raumvolumen je kW installierter Wärmepumpenleistung; für das Beispielgerät verlangt der Hersteller mindestens 20 m³. Laut Verbraucherzentrale braucht das Gerät Platz wie ein großer Kühlschrank und macht Geräusche in ähnlicher Lautstärke. Ein eher warmer Keller verbessert laut Umweltbundesamt die Effizienz.

Außenluft. Über Luftkanäle saugt das Gerät Luft von draußen an und bläst sie abgekühlt wieder ins Freie; dann hängt die Effizienz vom Wetter ab. Beim Beispielgerät mit 200 Litern liefert 1 kWh Strom im Prüfpunkt 3,66 kWh Wärme bei 14 °C Luft, aber nur 3,15 kWh bei 7 °C (Wasser auf 55 °C); diese Leistungszahl heißt COP.

Abluft. Das Gerät nutzt die warme Abluft aus Bad, WC und Küche, die eine zentrale Lüftungsanlage absaugt, und arbeitet damit effizient. Weil davon nur begrenzt Luft zur Verfügung steht, eignet es sich vor allem für Niedrigenergie- und Passivhäuser.

Nicht in den beheizten Raum
Eine Umluft-Wärmepumpe kühlt den Raum, in dem sie steht. Im beheizten Raum muss Ihre Heizung diese Wärme nachliefern, und die KfW fördert das Gerät nicht mit; wählen Sie einen unbeheizten Raum oder Außenluft.

Warmwasser mit der Heizungswärmepumpe oder mit eigenem Gerät?

Wer eine Heizungswärmepumpe einbaut, lässt sie meist auch das Warmwasser bereiten; die Verbraucherzentrale nennt das den häufigsten Fall. In 136 von 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertet hat, war die Warmwasserbereitung enthalten, also in 85 %. Die Wärmepumpe bringt dann den Speicher auf Temperatur, und ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Trinkwasser. Was die Heizung selbst leistet, zeigt der Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Das Umweltbundesamt beschreibt mehrere Wege:

  • Speicher mit Heizstab. Die Wärmepumpe heizt vor, ein Heizstab liefert den Rest. Günstig in der Anschaffung, doch der Heizstab macht aus 1 kWh Strom nur 1 kWh Wärme.
  • Tank-in-Tank oder Wärmetauscher im Pufferspeicher. Spart Platz, aber das Trinkwasser wird höchstens so warm wie der Pufferspeicher.
  • Frischwasserstation. Sie erwärmt das Trinkwasser erst beim Zapfen, ohne es zu speichern.
  • Eigene Warmwasser-Wärmepumpe. Die Heizungswärmepumpe läuft dann auf niedrigerem Temperaturniveau und kann außerhalb der Heizperiode ganz abgeschaltet werden, statt im Sommer fürs Warmwasser womöglich häufig an- und auszuspringen; dafür braucht es Platz und Geld für ein zweites Gerät.
Technikraum mit einem Trinkwasserspeicher mit Heizschlange, einem Pufferspeicher und einer Frischwasserstation an der Wand
Links ein Trinkwasserspeicher, den das Heizungswasser über einen Wärmetauscher lädt; rechts ein Pufferspeicher mit Frischwasserstation, die das Trinkwasser erst beim Zapfen erwärmt.

Legionellen: wie heiß das Wasser sein sollte

Legionellen vermehren sich laut DVGW, dem Regelsetzer der Wasserbranche, zwischen etwa 25 und 45 °C sehr gut. Ab 50 °C wird ihre Vermehrung wirksam gehemmt, oberhalb von 60 °C sterben sie schnell ab. Gefährlich werden sie, wenn man feinen Wassernebel einatmet, etwa beim Duschen. Welche Temperatur Ihr Speicher braucht, hängt von der Anlage ab:

Ihre AnlageTemperaturGrundlage
Ein- oder Zweifamilienhaus ohne Zirkulation, höchstens 3 Liter in der Leitung bis zur entferntesten Zapfstelleuntere Betriebstemperatur 50 °C; empfohlen 55 bis 60 °Ctechnische Regeln laut DVGW; Umweltbundesamt
Ein- oder Zweifamilienhaus mit Zirkulationsleitungwie eine Großanlage betreibenDVGW
Großanlage: Speicher über 400 Liter oder mehr als 3 Liter in einer Leitung zur Zapfstellemindestens 60 °C am Speicheraustritt, 55 °C in der ganzen Zirkulation, nirgends mehr als 5 Kelvin darunterDVGW-Arbeitsblatt W 551

Ein- und Zweifamilienhäuser zählen nach Recht und technischen Regeln zu den Kleinanlagen, feste Temperaturvorschriften gibt es dort nicht; das Umweltbundesamt rät zu 60 °C am Speicheraustritt und mindestens 55 °C überall im Leitungsnetz. Eine Pflicht zur Laboruntersuchung auf Legionellen besteht im Ein- oder Zweifamilienhaus nicht (§ 31 TrinkwV).

Eine sogenannte Legionellenschaltung heizt den Speicher nur zeitweise auf, etwa einmal am Tag auf 70 °C. Das Umweltbundesamt hält sie für keinen sicheren Schutz, weil sie im technischen Regelwerk nicht verankert und ihre Wirkung im Alltag nicht belegt ist. Stellen Sie die empfohlene Temperatur deshalb dauerhaft ein.

Hohe Temperaturen kosten Effizienz. In einer Beispielrechnung, die das Umweltbundesamt anführt, sinkt die Jahresarbeitszahl (JAZ) für das Warmwasser einer Heizungswärmepumpe in einem typischen Einfamilienhaus von 3,22 auf 2,19, wenn das Wasser auf 60 statt 48 °C erwärmt wird und eine Zirkulation läuft; Endenergiebedarf und Energiekosten des betrachteten Typhauses steigen dadurch um rund 15 %. Die 48 °C liegen unter jeder Empfehlung, die Rechnung zeigt nur den Effekt. Sparen lässt sich eher an den Leitungen: Die Verbraucherzentrale rät zu kurzen Wegen und zu einer Zirkulation nur, wo sie wirklich nötig ist.

Stromverbrauch pro Tag: die Rechnung

Der Strombedarf folgt aus drei Zahlen:

  1. Wärme für das Warmwasser. Der Bundesverband Wärmepumpe setzt überschlägig 1,45 kWh pro Person und Tag an, das entspricht 25 Litern Wasser mit 60 °C. Nachgerechnet mit Leitungswasser von 10 °C: 25 kg × 1,163 Wh/(kg·K) × 50 K ≈ 1.454 Wh.
  2. Speicherverlust. Auch ohne Zapfen verliert der Speicher Wärme. Das Datenblatt nennt diesen Bereitschaftswärmeverlust, beim Beispielgerät mit 200 Litern 0,79 kWh in 24 Stunden.
  3. JAZ. Für Warmwasser-Wärmepumpen nennt die Verbraucherzentrale eine typische Jahresarbeitszahl von 2,5 bis 4. Strom pro Tag = (Wärme + Speicherverlust) ÷ JAZ.
PersonenWarmwasserWärme am TagSpeicher abStrom am Tag
250 l2,9 kWh100 l0,9–1,5 kWh
375 l4,35 kWh150 l1,3–2,1 kWh
4100 l5,8 kWh200 l1,6–2,6 kWh
5125 l7,25 kWh250 l2,0–3,2 kWh

Wer viel badet, braucht mehr: Der Leitfaden des Bundesverbands Wärmepumpe rechnet nach DIN EN 15450 für eine Familie ohne Baden mit rund 100, mit Baden mit rund 200 Litern von 60 °C am Tag. Das entspricht den Lastprofilen M und L auf dem Energielabel.

Rechenbeispiel. In unserem Beispielhaus von 1975 mit 140 m² wohnen vier Personen, und der Gaskessel bereitet bisher auch das Warmwasser; beides ist unsere Annahme. Mit dem Beispielgerät (200 Liter) ergibt sich:

  • Wärme am Hahn: 4 × 1,45 kWh = 5,80 kWh am Tag.
  • Mit Speicherverlust: 5,80 kWh + 0,79 kWh = 6,59 kWh am Tag, im Jahr 6,59 kWh × 365 ≈ 2.405 kWh.
  • Bei JAZ 4: 6,59 kWh ÷ 4 ≈ 1,65 kWh Strom am Tag, das kostet 0,62 € bei 0,373 €/kWh.
  • Bei JAZ 2,5: 6,59 kWh ÷ 2,5 ≈ 2,64 kWh Strom am Tag, also 0,98 €.

Was eine Warmwasser-Wärmepumpe kostet

Zwei Posten bestimmen die Kosten: der Strom im Betrieb und der Einbau. Für den Strom rechnen wir hier; zum Kaufpreis eines eigenen Geräts liegt uns kein belegter Wert vor, mehr dazu unter der Grafik. Der Betrieb kostet für die vier Personen im Jahr, bei 2.405 kWh Wärme samt Speicherverlust:

GerätRechnungKosten im Jahr
Warmwasser-Wärmepumpe, JAZ 42.405 kWh ÷ 4 = 601 kWh × 0,373 €/kWh224 €
Warmwasser-Wärmepumpe, JAZ 2,52.405 kWh ÷ 2,5 = 962 kWh × 0,373 €/kWh359 €
Elektrospeicher (Boiler) oder Heizstab2.405 kWh × 0,373 €/kWh897 €
bisheriger Gaskessel, 90 % Nutzungsgrad2.405 kWh ÷ 0,9 = 2.672 kWh × 0,1223 €/kWh327 €

Kosten für Warmwasser im Jahr

GerätStrom direktGasWarmwasser-Wärmepumpe
Elektrospeicher897 €
Gaskessel327 €
JAZ 2,5359 €
JAZ 4224 €
Warmwasser für vier Personen im Beispielhaus: Kosten im Jahr, gerechnet mit 37,3 ct/kWh Strom und 12,23 ct/kWh Gas.

Gegenüber einem Elektrospeicher spart die Warmwasser-Wärmepumpe im Beispiel 538 bis 673 € im Jahr. Gegenüber dem Gaskessel ist der Abstand klein: Bei JAZ 4 sind es 103 € weniger, bei 2,5 sogar 32 € mehr. Gleich teuer sind beide bei einer JAZ von etwa 2,75 (0,373 €/kWh × 0,9 ÷ 0,1223 €/kWh).

Ersetzt das Gerät einen Elektrospeicher, holt die Ersparnis je 1.000 € Kaufpreis in etwa 1,5 bis 1,9 Jahren herein (1.000 € ÷ 673 € bzw. 538 €), ohne Wartung und Preisänderungen. Neben dem Gaskessel bräuchte derselbe Betrag bei JAZ 4 fast zehn Jahre.

Zum Kaufpreis: In den Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertet hat, kostete die Warmwasserbereitung als eigener Posten 524 bis 5.516 €, im Median 2.106 € (Angebotspreise vor Förderung aus 43 Angeboten mit Einzelpreis, erstellt September 2025 bis April 2026); das ist der Warmwasser-Posten eines Heizungsangebots, kein eigenes Gerät. Was eine komplette Heizungswärmepumpe kostet, steht im Ratgeber Wärmepumpe Kosten.

Förderung: wann die KfW die Warmwasser-Wärmepumpe mitfördert

Die KfW fördert eine Warmwasser-Wärmepumpe mit, wenn sie zusammen mit einem förderfähigen Wärmeerzeuger wie einer neuen Heizungswärmepumpe oder mit dem Anschluss an ein Wärmenetz eingebaut wird. Bedingung ist laut den technischen FAQ von KfW und BAFA (Nr. 8.20), dass sie keine Raumluft aus beheizten oder gekühlten Räumen nutzt; weitere technische Mindestanforderungen an das Gerät gibt es dann nicht. Das Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen lässt die Mitförderung auch mit einer neuen förderfähigen Lüftungsanlage zu; die fördert allerdings nicht die KfW, sondern das BAFA als Anlagentechnik mit 15 % auf höchstens 30.000 € förderfähige Ausgaben für die erste Wohneinheit, und den Antrag muss ein Energieeffizienz-Experte begleiten.

Mit einer neuen Heizung zählen die Kosten des Geräts zu deren förderfähigen Kosten. Die Grundförderung beträgt bei Antrag bis 31. Dezember 2026 30 %; berücksichtigt werden für die erste Wohneinheit höchstens 28.000 €, für Heizung und Warmwasser-Wärmepumpe zusammen. Welche Boni dazukommen können, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Ohne neue Heizung, Wärmenetzanschluss oder förderfähige Lüftungsanlage greift diese Mitförderung nicht. Als eigenen Wärmeerzeuger fördert die Richtlinie keine Wärmepumpe mit Raumluft als Wärmequelle, andere nur mit Eintrag in der Wärmeerzeugerliste des BAFA; klären Sie einen solchen Fall vor dem Auftrag mit einem Energieeffizienz-Experten.

Warmwasser-Wärmepumpen vergleichen: die Kriterien aus dem Datenblatt

Wir messen und bewerten keine Geräte selbst. Die wichtigsten Werte stehen aber auf dem Energielabel und im Datenblatt:

KriteriumBeispielgerät (200 l)Worauf achten
EffizienzklasseA+nur bei gleichem Lastprofil vergleichen
Leistungszahl (COP)3,15 bei 7 °C, 3,66 bei 14 °C Luft, Wasser auf 55 °Cnur bei gleichen Prüftemperaturen vergleichen
Speicherverlust0,79 kWh in 24 Stundenje kleiner, desto besser
Temperatur ohne Zusatzheizung60 °Cmindestens Ihre Wunschtemperatur
WärmequelleRaum- oder Außenluft, −7 bis 43 °CAußenluft, wenn ein großer unbeheizter Raum fehlt
Aufstellraummindestens 20 m³vor dem Kauf ausmessen
Schall innen54 dB(A)wichtig neben Wohnräumen

Das Energielabel für Warmwasserbereiter nach der EU-Verordnung 812/2013 zeigt Klassen von A+ bis F. Bei Warmwasser-Wärmepumpen stehen darauf außerdem das Lastprofil, der Jahresstromverbrauch unter durchschnittlichen, kälteren und wärmeren Klimabedingungen und der Schallleistungspegel. Ihren Verbrauch zu Hause ersetzen diese Normwerte nicht.

Weil eine Warmwasser-Wärmepumpe das ganze Jahr läuft, passt sie laut Umweltbundesamt zeitlich besser zum Solarstrom als eine Heizungswärmepumpe, die vor allem im Winter arbeitet. Wie Sie beides zusammen planen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe und Photovoltaik.

Wann sich eine Warmwasser-Wärmepumpe lohnt

Ihre LagePassende LösungWarum
Elektrospeicher versorgt das HausWarmwasser-Wärmepumpeim Beispiel 538 bis 673 € weniger im Jahr
Gas- oder Ölkessel bleibt vorerstWarmwasser-Wärmepumpe möglichKessel kann im Sommer aus bleiben; gegenüber Gas im Beispiel höchstens rund 100 € Ersparnis
neue Heizungswärmepumpe geplantWarmwasserspeicher an der Heizungswärmepumpedie Regel; ein eigenes Gerät nur, wenn die Heizung im Sommer ganz ruhen soll und ein passender Raum frei ist

Checkliste: vor dem Kauf einer Warmwasser-Wärmepumpe

  • Aufstellraum. Messen Sie das Raumvolumen und vergleichen Sie es mit dem Datenblatt. Ist der Raum beheizt, kommt ein Gerät mit Außenluft infrage; ist er zu klein, nur eines, dessen Datenblatt den kleineren Raum bei Außenluftbetrieb zulässt.
  • Speichergröße. Rechnen Sie mit rund 50 Litern je Person bei 60 °C; wer täglich badet, braucht mehr.
  • Temperatur. Fragen Sie, welche Temperatur das Gerät ohne Zusatzheizung erreicht und ob Ihr Haus eine Zirkulationsleitung hat.
  • Förderung. Kommt eine neue Heizung, gehört das Gerät in deren Antrag; der wird vor Beginn der Arbeiten gestellt, der Liefervertrag an die Förderzusage geknüpft.
  • Angebot. Gerät, Montage, Luftkanäle, Wasser- und Elektroanschluss sowie Ausbau des alten Speichers sollten mit eigenem Preis dastehen.

Werte, die sich ändern

WasWertgilt
Strompreis Haushalte37,3 ct/kWhBDEW-Durchschnitt 2026 ohne Wärmepumpentarife, 3.500 kWh im Jahr, Grundpreis anteilig enthalten
Gaspreis Einfamilienhaus12,23 ct/kWhBDEW-Durchschnitt 2026, 20.000 kWh im Jahr, Grundpreis anteilig enthalten
Warmwasserbereitung im Wärmepumpen-Angebot2.106 € (Median), Spanne 524–5.516 €Angebotspreise laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, September 2025 bis April 2026
KfW-Grundförderung mit neuer Heizung30 % von höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten (erste Wohneinheit)bei Antrag bis 31. Dezember 2026
BAFA-Zuschuss mit neuer Lüftungsanlage15 % von höchstens 30.000 € förderfähigen Ausgaben (erste Wohneinheit)Richtlinie BEG EM vom 17. August 2026

So haben wir gerechnet

Das Rechenbeispiel nutzt unser Beispielhaus von 1975 mit vier Personen und einem Gaskessel mit 90 % Nutzungsgrad (unsere Annahmen), 1,45 kWh Warmwasserwärme pro Person und Tag, den Speicherverlust des Beispielgeräts und die BDEW-Preise für 2026, Haushaltsstrom ohne Wärmepumpentarif. Kaufpreis und Wartung sind nicht enthalten: Es ist eine Modellrechnung, kein Angebot, gerechnet nach unserer redaktionellen Methode.

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Warmwasser-Wärmepumpe pro Tag?

Bei vier Personen sind es im Rechenbeispiel etwa 1,6 bis 2,6 kWh, je nachdem, ob das Gerät übers Jahr aus 1 kWh Strom 4 oder nur 2,5 kWh Wärme macht. Für Ihren Haushalt rechnen Sie Personenzahl mal 1,45 kWh, addieren den Speicherverlust aus dem Datenblatt und teilen durch die JAZ.

Lohnt sich eine Warmwasser-Wärmepumpe?

Am deutlichsten, wenn sie einen Elektrospeicher ersetzt: Im Beispiel sinken die Warmwasserkosten von 897 € auf 224 bis 359 € im Jahr. Neben einem Gaskessel ist der Unterschied klein, weil Gas je Kilowattstunde rund ein Drittel so viel kostet wie Strom; dort sprechen eher eigener Solarstrom und ein Kessel, der im Sommer ausbleibt, für das Gerät.

Wird eine Brauchwasserwärmepumpe gefördert?

Ja, aber nur zusammen mit einem förderfähigen Wärmeerzeuger, einem Wärmenetzanschluss oder einer förderfähigen Lüftungsanlage, und nur ohne Raumluft aus beheizten oder gekühlten Räumen. Bei einer neuen Heizungswärmepumpe zählt sie zu deren förderfähigen Kosten (30 % Grundförderung bei Antrag bis 31. Dezember 2026). Mit einer Lüftungsanlage läuft sie über deren BAFA-Antrag mit 15 % auf höchstens 30.000 € förderfähige Ausgaben für die erste Wohneinheit, begleitet von einem Energieeffizienz-Experten.

Auf welche Temperatur sollte ich die Warmwasser-Wärmepumpe einstellen?

Das Umweltbundesamt rät zu 60 °C am Speicheraustritt und mindestens 55 °C im ganzen Leitungsnetz; mit Zirkulationsleitung sind das nach den technischen Regeln die Mindestwerte. Ohne Zirkulation und mit höchstens 3 Litern Leitungsinhalt bis zur entferntesten Zapfstelle gilt 50 °C als Untergrenze; tiefer sollten Sie nicht gehen.

Woran erkenne ich eine gute Warmwasser-Wärmepumpe?

Vergleichen Sie Effizienzklasse, Jahresstromverbrauch, Leistungszahl, Speicherverlust und Höchsttemperatur ohne Zusatzheizung, aber nur bei gleichem Lastprofil und gleichen Prüftemperaturen. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Aufstellraum passt.