Wärmepumpe Wartung: Kosten, Pflichten und Lebensdauer

Was die Wartung einer Wärmepumpe kostet, was Herstellergarantien verlangen, wann eine Dichtheitskontrolle Pflicht ist, was Sie bei Störungen selbst prüfen können und wie lange die Anlage hält.

Die Wartung einer Wärmepumpe kostet laut 22 von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angeboten 196 bis 452 € je Termin, im Median 360 €. Eine gesetzliche Betriebsprüfung gibt es erst in Gebäuden ab sechs Wohnungen; im Einfamilienhaus legen Anleitung und Garantie fest, wann gewartet wird, bei Vaillant und Buderus etwa für Fünfjahresgarantien auf bestimmte Anlagen einmal im Jahr. Eine Dichtheitskontrolle des Kältemittels ist nur ab einer Mindestmenge vorgeschrieben, bei R32 ab 7,41 kg Füllmenge, bei Propan (R290) nie; einen Schornsteinfeger braucht eine elektrische Wärmepumpe nicht, und für den Wärmeerzeuger gelten rund 20 Jahre Lebensdauer als Orientierungswert.

Auf einen Blick

  • Kosten. 196 bis 452 € je Wartung, im Median 360 €, in 22 Angeboten aus Rheinland-Pfalz.
  • Garantie. Fünfjahresgarantien für bestimmte Anlagen von Vaillant, Buderus und NIBE gelten nur mit nachgewiesener Wartung; den Abstand legt jeder Hersteller selbst fest.
  • Dichtheit. Die Kontrolle auf austretendes Kältemittel ist nur bei Kältemitteln mit Fluor (F-Gasen) ab einer Mindestmenge vorgeschrieben, bei R32 ab 7,41 kg Füllmenge; Propan (R290) ist kein F-Gas.
  • Schornsteinfeger. Entfällt, weil eine elektrische Wärmepumpe keine Feuerstätte und keinen Abgasweg hat.
  • Lebensdauer. Für Wärmeerzeuger rechnet man mit rund 20 Jahren, einem Orientierungswert nach VDI 2067, keiner Zusage.

Was eine Wärmepumpe an Wartung braucht

Eine elektrische Wärmepumpe verbrennt nichts und hat keinen Abgasweg. Pflege braucht sie trotzdem: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt eine regelmäßige Wartung, damit die Anlage effizient und sicher läuft und lange hält.

Eine gesetzliche Betriebsprüfung für Wärmepumpen sieht das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) in § 60a nur für Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen vor. Im Einfamilienhaus richtet sich die Wartung deshalb nach der Anleitung des Herstellers und nach den Bedingungen Ihrer Garantie.

Was Sie selbst prüfen können

Unser Beispielgerät ist das Außengerät einer Split-Wärmepumpe von Vaillant (aroTHERM VWL 105/5 AS und 125/5 AS). Seine Bedienungsanleitung nennt als Pflege durch den Betreiber zwei Dinge: das Gerät regelmäßig von Ästen, Blättern und Schnee freihalten und die Verkleidung mit einem feuchten Tuch und lösungsmittelfreier Seife reinigen. Wartung und Reparaturen sollen Sie nie selbst versuchen; der Hersteller empfiehlt dafür einen Wartungsvertrag.

  • Außengerät. Sehen Sie nach Sturm und Schneefall nach, ob Lufteintritt und Luftaustritt frei sind; für den Frostschutz soll das Beispielgerät eingeschaltet bleiben.
  • Druck. Das Manometer zeigt den Druck im Heizungswasser; laut Verbraucherzentrale sollte der Zeiger im grünen Bereich stehen.
  • Effizienz. Notieren Sie regelmäßig, etwa monatlich, die Zählerstände für Wärme und Strom. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die Wärmemenge eines Jahres geteilt durch den Strom desselben Jahres. Bei einer Anlage mit KfW-Zuschuss gehören die Messung von Strom und erzeugter Wärme und eine Effizienzanzeige zu den Förderbedingungen.
Drei Ausschnitte: ein Außengerät, vor dem Laub und Schnee weggeräumt sind, ein Manometer am Innengerät und ein Wärmemengenzähler neben einem Notizblock
Was Sie selbst prüfen: freie Luftwege am Außengerät, den Druck am Manometer und regelmäßig die Zählerstände für Wärme und Strom.

Zum Vergleich: In Feldmessungen des Fraunhofer ISE in bestehenden Häusern erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel eine JAZ von 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Für den KfW-Zuschuss muss die Anlage nach VDI 4650 so geplant sein, dass sie mindestens 3,0 erreicht. Liegt Ihr Jahreswert deutlich unter der Planung, sprechen Sie das bei der nächsten Wartung an. Mehr zur Kennzahl steht im Ratgeber Jahresarbeitszahl.

Was der Fachbetrieb bei der Wartung macht

Bei einer Wartung kontrolliert der Fachbetrieb laut Verbraucherzentrale die Funktion aller Bauteile, entfernt Verschmutzungen, prüft Einstellungen und Regelung und tauscht Verschleißteile aus. Für das Außengerät des Beispielgeräts sieht die Wartungsanleitung unter anderem vor:

  • Gerät und Verdampfer reinigen, verbogene Lamellen glätten,
  • den Ventilator auf freien Lauf prüfen,
  • Kondensatwanne und Kondensatablauf reinigen und auf freien Ablauf prüfen,
  • den Kältekreis auf Verschmutzung, Korrosion, beschädigte Dämmung und geknickte Leitungen prüfen,
  • elektrische Anschlüsse und Erdung kontrollieren,
  • die Dämpfungsfüße auf Verschleiß prüfen.
Technikraum und Außengerät mit abgenommener Verkleidung, davor ein Werkzeugkoffer
Bei der Wartung öffnet der Fachbetrieb das Außengerät, reinigt Verdampfer und Kondensatablauf und prüft Ventilator, Kältekreis und Anschlüsse.

Bei Geräten mit Propan achtet der Fachbetrieb nach dem Leitfaden des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) zusätzlich darauf, dass im Schutzbereich keine Zündquellen sind, das Gerät fest steht und die Leitungsdurchführungen ins Haus dicht sind. Am Kältekreis arbeiten darf nur, wer dafür zertifiziert ist; nach der EU-F-Gase-Verordnung gilt das auch für natürliche Kältemittel wie Propan.

Heben Sie Protokoll und Rechnung jeder Wartung auf; ohne diese Nachweise kann eine Herstellergarantie entfallen. Planen Sie den Termin für Frühjahr oder Sommer: Laut den Garantiebedingungen von Vaillant sind Wartungen an Luft-Wärmepumpen im Herbst und Winter witterungsbedingt nicht immer möglich.

Wartungskosten: was die Wartung einer Wärmepumpe kostet

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen aus dem Land ausgewertet, erstellt zwischen September 2025 und April 2026; nur 22 davon nannten einen Preis für die Wartung. Die Verbraucherzentrale rät, die Wartungskosten schon beim Angebot abzufragen; bei sonst vergleichbaren Angeboten können sie den Ausschlag geben. Dazu nennt Vaillant Preise für die Wartungsverträge seines Werkskundendienstes.

AngebotPreisUmfang
22 Angebote, Rheinland-Pfalz196–452 €, Median 360 €je Wartung
Vaillant-Vertrag basic399 € im JahrWartung inkl. Anfahrt
Vaillant-Vertrag plus519 € im Jahrdazu Verschleißteile und Termin am folgenden Werktag bei Heizungsausfall
Vaillant-Vertrag premium659 € im Jahrdazu Reparaturen im Störungsfall

Vaillants Preise gelten inklusive Mehrwertsteuer bei 24 Monaten Mindestlaufzeit, nicht für alle Baureihen; Insel- und Altgerätepauschalen können hinzukommen. Den Vertrag premium gibt es nur für einige Baureihen und bis fünf Jahre nach dem Einbau.

Rechenbeispiel: Wartung im Beispielhaus

Unser Beispielhaus (eine Annahme) ist ein teilsaniertes Einfamilienhaus von 1975 mit 140 m² und Heizkörpern, das bisher 20.000 kWh Gas im Jahr verbraucht; bei 90 % Kesselwirkungsgrad sind das 18.000 kWh Heizwärme. Wir rechnen mit einer JAZ von 3,3, dem BDEW-Durchschnittspreis 2026 für Haushaltsstrom von 37,3 ct/kWh und einer Wartung im Jahr zum Median-Preis:

  1. Strom: 18.000 kWh ÷ 3,3 = 5.455 kWh
  2. Stromkosten: 5.455 kWh × 0,373 €/kWh = 2.035 €
  3. Mit Wartung: 2.035 € + 360 € = 2.395 € im Jahr

Der alte Gaskessel kostet beim BDEW-Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser von 12,23 ct/kWh 20.000 kWh × 0,1223 €/kWh = 2.446 € im Jahr, ohne seine eigene Wartung und ohne Schornsteinfeger. Die Wartung zehrt den Vorteil der Wärmepumpe in diesem Beispiel also nicht auf. Teurer wird es, wenn die Anlage schlechter läuft als geplant: Bei einer JAZ von 2,8 braucht sie 18.000 ÷ 2,8 = 6.429 kWh Strom für 2.398 €, also 363 € mehr im Jahr und damit etwa so viel wie eine Wartung. Mehr zu Verbrauch und Stromkosten steht im Ratgeber Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Wartungen und Garantieverlängerungen, die Sie beim Kauf im Voraus bezahlen, zählen bei einer KfW-geförderten Anlage bis zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Verwendungsnachweis zu den förderfähigen Kosten, wenn eine Rechnung sie belegt. Mehr Zuschuss bringt das nur, solange Ihre Kosten unter der förderfähigen Obergrenze liegen; Sätze und Grenzen erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Wartungsvertrag: worauf Sie achten sollten

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt einen Wartungsvertrag mit dem Fachbetrieb, der die Anlage in Betrieb genommen hat. Besonders wichtig ist er, wenn Sie eine Herstellergarantie über fünf Jahre nutzen, denn etwa bei Vaillant, Buderus und NIBE gilt sie nur mit nachgewiesener Wartung:

GarantieWartungNachweis
Vaillant, kostenlose Verlängerung auf 5 Jahre für aroTHERM plus /8.1 und Split plus /8.2 ab Herstelljahr 2023einmal im Kalenderjahr durch Vaillant-Fachbetrieb oder Werkskundendienst, 9 bis 15 Monate AbstandRechnungen der Wartungen
Buderus, 5 Jahre für Logaplus-Pakete und Logasys-Systemeeinmal jährlich, höchstens 16 Monate AbstandWartungsnachweise, bei Wärmepumpen das Inbetriebnahmeprotokoll
NIBE, 5 Jahre Herstellergarantieerste Wartung nach dem ersten Betriebsjahr, spätestens im 15. Monat, dann spätestens alle 24 MonateProtokoll auf dem Formular des Herstellers mit Datum, Stempel und Unterschrift

Bei einer Wartung im Jahr zahlen Sie in fünf Garantiejahren zum Median-Preis 5 × 360 € = 1.800 € für Wartungen. Alle drei Hersteller verlangen außerdem, dass das Gerät registriert wird; Vaillant setzt zusätzlich eine dauerhafte Internetverbindung voraus. Wartungs- und Verschleißteile nehmen alle drei Bedingungen von der Garantie aus; diese Teile zahlen Sie also auch in der Garantiezeit selbst.

Eine Herstellergarantie ist eine freiwillige Zusage. Ihre gesetzlichen Mängelrechte gegenüber dem Verkäufer, meist Ihrem Fachbetrieb, bleiben davon unberührt; so steht es ausdrücklich etwa in den Bedingungen von Vaillant.

Im Vertrag sollten Umfang und Anfahrt, Verschleißteile, Reparaturen, Protokoll, Reaktionszeit bei einem Ausfall, Laufzeit und Kündigungsfrist stehen und, wo sie vorgeschrieben ist, die Dichtheitskontrolle. Vaillant etwa nennt einen Monat Kündigungsfrist.

Dichtheitskontrolle: wann sie Pflicht ist

Das Kältemittel zirkuliert im geschlossenen Kältekreis der Wärmepumpe und transportiert dort die Wärme. Kältemittel mit Fluor, kurz F-Gase, sind laut EU-F-Gase-Verordnung sehr starke Treibhausgase. Bei der Dichtheitskontrolle prüft eine Fachkraft, ob Kältemittel aus dem Kältekreis austritt. Vorgeschrieben ist das nach Artikel 5 der Verordnung (EU) 2024/573 ab 5 Tonnen CO2-Äquivalent, etwa bei R32 oder R410A. Das CO2-Äquivalent drückt die Klimawirkung der Füllung in Tonnen CO2 aus: Füllmenge mal Treibhauspotenzial (GWP).

Füllmenge in kg × GWP ÷ 1.000 = Tonnen CO2-Äquivalent

KältemittelGWPPflicht ab
Propan (R290)0,02keine Pflicht, kein F-Gas
R326757,41 kg Füllmenge
R410A2.0882,39 kg Füllmenge

Für R32 ergibt sich die Schwelle aus 5.000 kg ÷ 675 = 7,41 kg. Ein angenommenes R32-Gerät mit 3 kg Füllung kommt auf 3 × 675 ÷ 1.000 = 2,0 Tonnen CO2-Äquivalent und liegt damit darunter; eine Kontrolle ist dann nicht vorgeschrieben. Für Propan gilt die Pflicht nicht: Die Verordnung führt R290 nur als nicht fluorierten Stoff, und der BWP stellt in seinem Leitfaden klar, dass Propan als Nicht-F-Gas keiner Dichtheitskontrolle unterliegt.

Eine Ausnahme gilt für hermetisch geschlossene, entsprechend gekennzeichnete Geräte: Sie sind bei weniger als 10 Tonnen CO2-Äquivalent befreit, in Wohngebäuden bei weniger als 3 kg fluoriertem Kältemittel. Ob Ihr Gerät dazu zählt, zeigt die vorgeschriebene Kennzeichnung am Gerät.

Das Beispielgerät liegt über der Schwelle: Es enthält laut Anleitung 3,60 kg R410A, also 3,60 × 2.088 ÷ 1.000 = 7,52 Tonnen CO2-Äquivalent. Unter 50 Tonnen ist die Kontrolle mindestens alle zwölf Monate fällig, mit einem Leckage-Erkennungssystem mindestens alle 24 Monate; die Wartungsanleitung führt sie als jährliche Arbeit.

Die Kontrolle darf nur eine zertifizierte Fachkraft übernehmen. In Deutschland braucht sie eine Sachkundebescheinigung nach § 5 der Chemikalien-Klimaschutzverordnung und, wenn diese älter als sieben Jahre ist, einen Auffrischungskurs. Verantwortlich ist der Betreiber der Anlage: Er führt Aufzeichnungen über Kontrollen und Reparaturen und bewahrt sie mindestens fünf Jahre auf.

Ein Monoblock ist ab Werk geschlossen; bei einem Split-Gerät verbindet ein zertifizierter Fachbetrieb die Geräte vor Ort mit Kältemittelleitungen. Mehr zu beiden Bauarten steht im Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Störung an der Wärmepumpe: erst prüfen, dann den Fachbetrieb rufen

Beim Beispielgerät zeigt der Regler des Innengeräts im Fehlerfall einen Fehlercode an, dessen Bedeutung in der Anleitung steht.

  • Dunstschwaden am Außengerät. Ursache: Abtauen. Was tun: nichts, normaler Betrieb.
  • Gerät läuft nicht. Ursache: Stromversorgung unterbrochen. Was tun: Stromversorgung und Trennschalter prüfen.
  • Fehlercode im Display. Ursache: von der Regelung erkannte Störung. Was tun: Code notieren, Anleitung lesen, Fachbetrieb anrufen.
  • Druck außerhalb des grünen Bereichs. Ursache: Druck im Heizkreis zu niedrig oder zu hoch. Was tun: Fachbetrieb fragen.
  • Schnee oder Laub am Gerät. Ursache: Luftweg verlegt. Was tun: Lufteintritt und Luftaustritt freiräumen.
  • Häufiges Ein- und Ausschalten. Ursache: Takten, etwa bei zu großer Auslegung. Was tun: Auslegung und Einstellung prüfen lassen.

Abtauen ist kein Fehler: Bei einigen Grad über null und darunter setzt sich am Verdampfer Eis ab, das die Wärmepumpe laut BWP zyklisch abtaut; mehr dazu im Ratgeber Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Auch ein Stromausfall über mehrere Stunden ist laut BWP keine Gefahr für das Gerät.

Welche Handgriffe Ihnen erlaubt sind, regelt der Hersteller. Buderus etwa zählt das Zurücksetzen der Anlage, die Druckeinstellung und das Auftauen von Kondensatleitungen zur Eigenwartung und zahlt Technikereinsätze dafür auch in der Garantiezeit nicht. Lassen Sie sich diese Handgriffe bei der Einweisung zeigen. Hilft das alles nicht, rufen Sie den Fachbetrieb; Kältekreis und Elektrik öffnen Sie nicht selbst.

Manometer mit Zeiger an einem Heizungsrohr, daneben ein Schlammabscheider mit seitlichen Anschlüssen und einem Ablasshahn unten
Am Manometer lesen Sie den Druck im Heizkreis ab; im Schlammabscheider daneben sammelt sich Schmutz aus dem Heizungswasser.

Schornsteinfeger: Wärmepumpe und Gaskessel im Vergleich

Kehr- und überprüfungspflichtig sind nach der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) unter anderem Abgasanlagen und die Heizgaswege von Feuerstätten. Eine elektrische Wärmepumpe hat beides nicht, der Schornsteinfeger entfällt.

Für einen Gaskessel bleibt der Schornsteinfeger dagegen Pflicht: Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger hält frühestens drei und spätestens fünf Jahre nach der letzten eine Feuerstättenschau ab, und der Feuerstättenbescheid legt je nach Bauart Überprüfungen von einmal im Jahr bis einmal in jedem dritten Jahr fest.

TerminGaskesselWärmepumpe
Feuerstättenschaualle 3 bis 5 Jahreentfällt
Überprüfungjährlich bis alle 3 Jahreentfällt
Wartungempfohlenempfohlen, Bedingung der genannten Garantien
Dichtheitskontrolleentfälltnur bei F-Gasen ab einer Mindestmenge

Nach dem Umstieg fällt der alte Schornstein aus der Pflicht, wenn er dauerhaft stillgelegt, dicht verschlossen und dem Bezirksschornsteinfeger gemeldet ist. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Gasheizung durch Wärmepumpe ersetzen.

Lebensdauer: wie lange hält eine Wärmepumpe?

Wie lange ein bestimmtes Gerät hält, kann niemand zusagen. Als Orientierungswert nach VDI 2067 nennt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz für Wärmeerzeuger, also auch für die Wärmepumpe, rund 20 Jahre. Für die übrigen Teile der Heizung nennt sie kürzere oder längere Werte:

BauteilOrientierungswert
Wärmeerzeugerca. 20 Jahre
Umwälzpumpe10 Jahre
Thermostatventile10 Jahre
Regelgeräte12 Jahre
Membranausgleichsgefäß15 Jahre
Rohrleitungen und Armaturen20 Jahre
Warmwasserspeicher20–25 Jahre
Heizkörper, Fußbodenheizung30 Jahre

Häufiges Ein- und Ausschalten, das sogenannte Takten, verkürzt laut Verbraucherzentrale die Lebensdauer des Geräts; sie rät deshalb, die Leistung eher knapp auszulegen, statt Sicherheitszuschläge einzurechnen. Im Feldtest des Fraunhofer ISE waren viele Wärmepumpen, gemessen am Verbrauch, überdimensioniert, und einige schalteten sehr häufig. Regelmäßige Wartung kann die Lebensdauer einer Heizungsanlage verlängern und sorgt dafür, dass die Heizkosten nicht unnötig steigen, schreibt die Verbraucherzentrale.

Wer den KfW-Zuschuss erhält, verpflichtet sich, die Heizungsanlage 10 Jahre zweckentsprechend zu nutzen. Das ist eine Förderbedingung, keine Aussage darüber, wie lange die Wärmepumpe hält.

Checkliste: Wartung gut organisieren

Das klären Sie einmal und behalten es dann im Blick.

  • Preis. Lassen Sie sich die Kosten einer Wartung schon im Angebot nennen.
  • Garantie. Lesen Sie, welchen Wartungsabstand, welche Registrierung und welche Nachweise Ihr Hersteller verlangt, und planen Sie den Termin für Frühjahr oder Sommer.
  • Vertrag. Prüfen Sie Umfang, Reparaturen, Verschleißteile, Reaktionszeit, Laufzeit und Kündigungsfrist.
  • Kältemittel. Sehen Sie auf dem Typenschild oder im Datenblatt Kältemittel und Füllmenge nach; liegt ein F-Gas über der Schwelle, gehört die Dichtheitskontrolle in den Auftrag.
  • Unterlagen. Heben Sie Protokolle und Rechnungen auf, Aufzeichnungen zur Dichtheitskontrolle mindestens fünf Jahre.
  • Zählerstände. Notieren Sie Wärme und Strom und rechnen Sie einmal im Jahr die JAZ aus.

Werte, die sich ändern

WasWertgilt
Wartung je Termin (Median)360 €22 Angebote, Rheinland-Pfalz, September 2025 bis April 2026
Wartungsverträge Vaillant-Werkskundendienst399–659 € im Jahr inkl. MwSt.Preisliste des Herstellers, 24 Monate Mindestlaufzeit
Strompreis Haushalte37,3 ct/kWhBDEW, Durchschnitt 2026
Gaspreis Einfamilienhaus12,23 ct/kWhBDEW, Durchschnitt 2026

So haben wir gerechnet

Das Rechenbeispiel nutzt unser Beispielhaus (Baujahr 1975, 140 m², 20.000 kWh Gas, 90 % Kesselwirkungsgrad, JAZ 3,3 und 2,8) mit einer angenommenen Wartung im Jahr, BDEW-Durchschnittspreise 2026 und den Wartungs-Median der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Wartung und Schornsteinfeger des Gaskessels beziffern wir nicht; mehr in unserer redaktionellen Methode.

Häufige Fragen

Ist die Wartung einer Wärmepumpe Pflicht?

Die Betriebsprüfung nach § 60a GModG betrifft erst Gebäude ab sechs Wohnungen. Im Einfamilienhaus kann die Herstellergarantie die Wartung verbindlich machen: Bei Vaillant, Buderus oder NIBE etwa kann der Anspruch ohne Nachweis entfallen. Gesetzlich verlangt ist die Dichtheitskontrolle, wenn das Gerät fluorierte Kältemittel über der Schwelle enthält, bei R32 ab 7,41 kg.

Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Das hängt vom Gerät ab: Maßgeblich sind Wartungsanleitung und Garantiebedingungen. Vaillant verlangt für die kostenlose Garantieverlängerung eine Wartung pro Kalenderjahr, Buderus höchstens 16 Monate Abstand, NIBE nach der ersten Wartung spätestens alle 24 Monate.

Was kostet ein Wartungsvertrag für eine Wärmepumpe?

Beim Werkskundendienst von Vaillant kostet ein Vertrag 399, 519 oder 659 € im Jahr inklusive Mehrwertsteuer; nur die teuerste Stufe schließt Reparaturen ein. Zum Vergleich: Eine einzelne Wartung kostete laut Verbraucherzentrale im Median 360 €. Die teureren Stufen decken zusätzlich Verschleißteile, einen schnellen Termin bei Ausfall und Reparaturen ab, die Sie sonst einzeln zahlen.

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Eine feste Zahl kann niemand zusagen. Rechnerisch geht man bei Wärmeerzeugern von etwa 20 Jahren aus, einem Orientierungswert nach VDI 2067; Umwälzpumpe und Regelgeräte liegen mit 10 und 12 Jahren darunter.

Braucht eine Wärmepumpe einen Schornsteinfeger?

Nein. Ohne Feuerstätte und Abgasanlage fällt sie nicht unter die Kehr- und Überprüfungspflicht. Bleibt im Haus aber ein Kaminofen oder ein zweiter Kessel am Schornstein angeschlossen, kommt der Schornsteinfeger für diese Anlage weiterhin.

Darf ich eine Wärmepumpe mit R32 weiter betreiben?

Ja, das Verbot ab 2027 betrifft nur neue Geräte. Ab 1. Januar 2027 dürfen Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW mit einem Kältemittel ab GWP 150 wie R32 nicht mehr neu auf den Markt kommen, als Split- wie als Monoblock-Gerät, außer Sicherheitsanforderungen am Standort verlangen es. Ersatzteile für Reparaturen bleiben erlaubt, solange Leistung, Kältemittelmenge und Treibhauspotenzial nicht steigen.