Wärmepumpe Aufstellort: Wo das Außengerät stehen darf und was es braucht
Der richtige Aufstellort für die Wärmepumpe: Platz und Luftstrom, Fundament und Kondensat, der Schutzbereich von Propan-Geräten, Innenaufstellung und die Länderregeln zu Bauantrag und Grenzabstand.
Ein guter Aufstellort für die Wärmepumpe ist ein ebener, gut erreichbarer Platz mit freiem Luftstrom, festem Fundament und frostfreiem Kondensatablauf, möglichst weit weg von Schlafzimmerfenstern. Bei Propan-Geräten (R290) kommt ein Schutzbereich ohne Fenster, Lichtschächte und Steckdosen dazu: Bei unserem Beispielgerät, der Vaillant aroTHERM plus, misst er 1.000 mm rund um das frei stehende Außengerät, wenn es in der Werkseinstellung weniger als 400 mm über dem Boden steht. Einen Bauantrag brauchen Sie in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und vier weiteren Ländern in der Regel nicht, den Grenzabstand regelt aber jedes Land anders.
Auf einen Blick
- Platz. Eben, frei angeströmt, keine Senke oder Nische; die kalte Abluft braucht Abstand zu Wegen.
- Fundament. Meist zwei Betonstreifen über einem Kiesbett, beim Beispielgerät bei Bodenfrost mindestens 1.000 mm tief.
- Schutzbereich. Bei Propan-Geräten ohne Öffnungen ins Haus und ohne Zündquellen, nie über die Grundstücksgrenze.
- Grenzabstand. Bayern, Hessen und Niedersachsen lassen Geräte bis 2 m Höhe unter Bedingungen dicht an die Grenze, Baden-Württemberg bis 2,5 m, Nordrhein-Westfalen ohne Höhengrenze.
- Innen. Innengeräte im Keller sind laut LAI-Leitfaden für die Nachbarn die leisere Lösung.
Was einen guten Aufstellort ausmacht
Verbindlich ist die Installationsanleitung Ihres Geräts. Unsere Angaben stammen aus dem Leitfaden des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) zur Außenaufstellung von Geräten mit brennbarem Kältemittel und aus der Anleitung des Beispielgeräts mit 10 und 12 kW.
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Luftstrom | Keine Senke, keine Nische, nicht zwischen Mauern oder Zäunen; die Abluft darf nicht zurück zum Lufteintritt strömen. Laut LAI-Leitfaden verliert ein Gerät mit behindertem Luftstrom Leistung und kann lauter werden. |
| Abluft | Luftaustritt beim Beispielgerät mindestens 3 m von Gehwegen, gepflasterten Flächen und Fallrohren: Die ausgeblasene Luft ist kälter als die Umgebung, dort kann sich Eis bilden. |
| Wandabstand | Hinter dem Gerät bleibt Platz zum Ansaugen: beim Beispielgerät mindestens 200 mm zur Hauswand, mit Kühlbetrieb 250 mm. Eine Hauswand dicht dahinter wirft den Schall zurück. |
| Untergrund | Wasser darf sich nicht sammeln. Kies, Rasen oder Rindenmulch schlucken Schall besser als Beton, Fliesen oder Asphalt. |
| Wind und Wetter | Möglichst quer zur Hauptwindrichtung, nicht dort, wo sich viel Schnee sammelt, und mit Abstand zu Laubbäumen und Sträuchern. |
| Zugang | Für die Wartung leicht erreichbar; wo Autos rangieren, mit Rammschutz. Leitungen laufen unterirdisch und durch ein Schutzrohr ins Haus. |
Für die Nachbarn zählt, wohin das Gerät bläst und was es umgibt: Hauswände und Ecken werfen den Schall zurück, eine freie Fläche nicht. Der LAI-Leitfaden hält eine Aufstellung zur Straße hin oft für sinnvoll, da Schlafräume, Wohnräume und Terrasse in der Regel auf der Rückseite des Hauses liegen. Welchen Abstand zum Nachbarfenster Sie brauchen, rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Lautstärke vor.
Wohin mit dem Außengerät?
Ein Grundstück von oben: Tippen Sie auf einen Platz oder ziehen Sie das Gerät. Die Ringe zeigen, wie der Schall mit dem Abstand leiser wird.
Guter Platz Freie Gartenseite
Am nächsten Schlafzimmerfenster der Nachbarn: 24 dB(A) unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A)
13,4 m Abstand · frei im Garten
Viel Abstand zu allen Fenstern, das Gerät bläst von den Nachbarn weg, kurzer Weg zum Technikraum.
Für den Richtwert braucht dieses Gerät hier etwa 4,0 m Abstand (frei im Garten).
Ein Grundstück von oben mit zwei Nachbarhäusern und sieben möglichen Plätzen für das Außengerät; für jeden die geschätzte Lautstärke am nächsten Schlafzimmerfenster der Nachbarn.
- Freie Gartenseite (Guter Platz): 24 dB(A) bei 13,4 m, unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Viel Abstand zu allen Fenstern, das Gerät bläst von den Nachbarn weg, kurzer Weg zum Technikraum.
- Unter dem eigenen Schlafzimmer (Ungünstiger Platz): 31 dB(A) bei 9,1 m, unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Die Hauswand wirft den Schall zurück, und er landet direkt unter Ihrem eigenen Schlafzimmerfenster.
- In der Hausecke (Ungünstiger Platz): 33 dB(A) bei 9,8 m, unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Zwei Wände werfen den Schall zurück: Das macht das Gerät um rund 6 dB lauter.
- Im schmalen Gang zwischen den Häusern (Ungünstiger Platz): 46 dB(A) bei 2,1 m, über dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Die Wände verstärken den Schall, und das Schlafzimmerfenster des Nachbarn liegt nur wenige Meter entfernt.
- An der Grundstücksgrenze (Ungünstiger Platz): 43 dB(A) bei 2,2 m, über dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Direkt vor dem Schlafzimmerfenster des Nachbarn: zu wenig Abstand.
- Vor der Hecke (Ungünstiger Platz): 26 dB(A) bei 11,3 m, unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Die Hecke bremst den Luftstrom, das Gerät saugt seine kalte Abluft wieder an und arbeitet schlechter.
- Im Vorgarten an der Straße (Ungünstiger Platz): 28 dB(A) bei 12,4 m, unter dem Nacht-Richtwert von 35 dB(A). Sichtbar und nah am Gehweg; der Weg zum Technikraum hinten ist lang.
Propan-Schutzbereich: was rund um das Gerät frei bleiben muss
Propan (R290) ist brennbar und schwerer als Luft; bei einem Leck kann es sich in Bodennähe sammeln und darf weder ins Haus gelangen noch in Vertiefungen stehen bleiben. Eine eigene amtliche Vorschrift für die Aufstellung im Freien gibt es laut BWP nicht, deshalb legt der Hersteller einen Schutzbereich fest. Darin dürfen nach dem BWP-Leitfaden nicht liegen:
- Zündquellen wie offene Flammen, Steckdosen, Lampen, Lichtschalter oder der elektrische Hausanschluss,
- Öffnungen ins Haus wie Fenster, Türen, Lichtschächte, Flachdachfenster oder Lüftungsöffnungen,
- die Grundstücksgrenze, Geh- und Fahrwege, Senken sowie offene Schächte und Einläufe in die Kanalisation.
Offene Gullys sieht Vaillant beim Beispielgerät dagegen nicht als Sicherheitsrisiko; es gilt die Anleitung Ihres Geräts. Als Betreiber halten Sie den Bereich dauerhaft frei, auch später kommt dort keine Außensteckdose oder Lampe hin.
| Aufstellung des Beispielgeräts | Schutzbereich |
|---|---|
| am Boden, Montagehöhe unter 400 mm, frei oder vor der Hauswand | 1.000 mm |
| am Boden in einer Hausecke | 1.000 mm zur offenen Seite, 1.600 mm nach vorn |
| auf Sockel oder Wandhalter, Montagehöhe ab 400 mm | 500 mm |
| am Boden mit der Funktion „Flexible Space“ | 500 mm |
Bis auf die letzte Zeile gelten die Werte für die Werkseinstellung. Nach oben reicht der Bereich nur bis 100 mm über das Bodenblech, dazu kommt die Rückseite des Geräts. Entscheidend sind deshalb bodennahe Öffnungen: Lichtschächte, Kellerfenster und Kellerabgänge. „Flexible Space“ senkt laut Anleitung die Effizienz geringfügig und erhöht den Standby-Verbrauch leicht, und das Gerät darf dann nicht stromlos geschaltet werden. Eine dauerhafte, dichte Mauer kann den Bereich laut BWP nach den Vorgaben des Herstellers begrenzen; er dehnt sich dann in die anderen Richtungen aus.

Fundament und Kondensat: so steht das Außengerät sicher
Ein Fundament ist bei außen aufgestellten Wärmepumpen nach Erfahrung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fast immer nötig: Es sorgt für einen sicheren, stabilen und leisen Stand. Für das Beispielgerät beschreibt die Anleitung diesen Aufbau:
- Eine Grube ausheben, in Gegenden mit Bodenfrost mindestens 1.000 mm tief, sonst mindestens 600 mm, und mit wasserdurchlässigem Grobschotter und einem Fallrohr für das Kondensat füllen.
- Zwei Streifenfundamente aus Beton herstellen, dazwischen und daneben ein Kiesbett.
- Das Gerät waagerecht auf Dämpfungsfüße stellen und einen Heizdraht durch den Kondensattrichter ins Fallrohr führen, damit das Wasser nicht gefriert.

Am Verdampfer schlägt sich Wasser aus der Luft nieder; bei einigen Grad über null und darunter gefriert es zu Reif, den das Gerät automatisch abtaut (Wie funktioniert eine Wärmepumpe?). Das Wasser muss frostfrei abfließen und darf nicht auf Gehwege laufen. Ein zugefrorener oder zugeschneiter Ablauf kann laut BWP zu Eis am Verdampfer und einem höheren Leckrisiko führen. An der Wand oder auf dem Flachdach kann eine Leitung das Kondensat ins Regenfallrohr führen, je nach Lage mit elektrischer Begleitheizung.

In der zweiten Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (160 Angebote aus dem Land, September 2025 bis April 2026) enthielten 109 Angebote (68 %) ein Fundament; 64 nannten dafür einen eigenen Angebotspreis vor Förderung, von 298 bis 3.570 €, im Median 1.399 €. Steht es als „bauseits“ im Angebot, beauftragen Sie es selbst; laut der ersten Auswertung (Angebote von Oktober 2024 bis Mai 2025) können für Leistungen wie Fundament und Elektroinstallation so 726 bis 10.432 € dazukommen (Wärmepumpe Kosten). Bei der KfW zählen Fundament, Einhausung und nötige Wanddurchbrüche zu den förderfähigen Kosten der Wärmepumpe, Arbeiten an Außenanlagen nicht (Wärmepumpe Förderung).
Frostschutz für das Heizwasser
Bei einer Monoblock-Wärmepumpe führen Heizwasserleitungen vom Außengerät ins Haus, bei der Split-Bauweise Kältemittelleitungen (Luft-Wasser-Wärmepumpe vergleicht beide). Ist ein Monoblock-Außengerät direkt mit der Heizung verbunden, kann es laut Anleitung des Beispielgeräts bei Frost einfrieren. Zwei Wege schützen davor:
- Frostschutzfunktion: Fällt das Heizwasser unter 4 °C, startet die Regelung die Heizungspumpe.
- Systemtrennung: Ein Zwischen-Wärmetauscher trennt den Kreis zum Außengerät von der übrigen Heizung. Ist dieser Kreis mit einem Frostschutzgemisch gefüllt, beim Beispielgerät aus 44 % Propylenglykol und 56 % Wasser, bleibt das Außengerät laut Anleitung auch bei einem Stromausfall geschützt.
Ein Stromausfall von mehreren Stunden ist für das Gerät laut BWP keine Gefahr. Die Durchführung der Leitungen durch die Hauswand muss dicht verschlossen sein, etwa mit einem Futterrohr mit Mauerdichtflansch.
Am Boden, an der Wand oder im Haus: die Aufstellarten im Vergleich
| Kriterium | Am Boden | An der Wand | Im Haus |
|---|---|---|---|
| Befestigung | Streifenfundamente über Kiesbett | Wandhalter an einer tragfähigen Wand | Aufstellraum im Keller oder Hauswirtschaftsraum |
| Kondensat | Fallrohr ins frostfreie Kiesbett | Kiesbett unter dem Gerät oder Leitung zum Regenfallrohr | nach Anleitung des Geräts |
| Schutzbereich | nach Herstellerangabe, Beispielgerät 1.000 mm | gleiche Regeln, Beispielgerät 500 mm | Normen regeln die Aufstellung in Räumen |
| SchallDie Werte für den Abstand zum Nachbarn stehen im Ratgeber Lautstärke. | Ecken und Nischen meiden | Abstand zu Fenstern und Wänden, die Schall zurückwerfen | beim Nachbarn deutlich leiser |


An der Wand. Das Beispielgerät wiegt betriebsbereit 211 kg; Statik und Tragfähigkeit der Wand müssen Gerät und Halter tragen, und neben ein Fenster gehört es nicht. In Niedersachsen zählt ein angeschraubtes Gerät nicht als „freistehend“ und fällt nicht unter die Grenzregel für Wärmepumpen, die hessische Bauordnung erfasst dagegen ausdrücklich auch Geräte an Gebäuden.
Auf dem Dach oder in der Garage. Auf ein Flachdach darf das Beispielgerät nur, wenn das Haus massiv gebaut ist und eine durchgehend gegossene Betondecke hat, auf ein Schrägdach gar nicht. Ob ein Gerät in der Garage stehen darf, richtet sich laut BWP nach der Garagenverordnung des Landes.

Wärmepumpe Innenaufstellung: wann ein Innengerät passt
Manche Luft-Wasser-Wärmepumpen stehen ganz im Haus. Die Baureihen LI und LIK von Dimplex etwa kommen in den Heizungskeller oder Hauswirtschaftsraum, saugen die Außenluft an der Rückseite an und blasen sie zur Seite oder nach oben aus, je nach Modell über Luftkanäle oder eine eingebaute Luftführung für Ecke oder Wand.
Der LAI-Leitfaden zieht die Innenaufstellung aus Sicht des Lärmschutzes vor, weil der Pegel beim Nachbarn deutlich niedriger ausfällt. Maßgeblich sind dann die Öffnungen nach außen. Im Keller kann ein akustisch optimierter Lichtschacht tiefe Töne dämpfen, und eine elastische Lagerung hält Schwingungen von Boden und Wänden fern. Wie laut es im eigenen Haus wird, behandelt der Leitfaden nicht: Lassen Sie sich Raumgröße, Wanddurchbrüche, Kondensatablauf und Schallwerte für innen aus der Anleitung des Geräts zeigen.
Wärmepumpe Genehmigung: Bauantrag und Baurecht der Länder
Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz nennen Wärmepumpen ausdrücklich als genehmigungsfrei, Niedersachsen laut Bauministerium ebenso. In Bayern und Sachsen gelten sie als Anlage der technischen Gebäudeausrüstung in der Regel als verfahrensfrei.
| Land | Bauantrag | Abstand zur Grenze | Vorschrift |
|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | nein | ohne Abstandsfläche und Höhengrenze; mit Garagen u. Ä. höchstens 9 m je Grenze, 18 m insgesamt | § 62 Abs. 1 Nr. 4 d, § 6 Abs. 8 BauO NRW |
| Bayern | in der Regel nein | bis 2 m Höhe samt Einhausung keine Abstandsfläche | Art. 57 Abs. 1 Nr. 2 b, Art. 6 Abs. 1 BayBO |
| Baden-Württemberg | nein, außer als einzige Wärmequelle eines genehmigungspflichtigen Bauvorhabens | ohne Abstandsfläche bis 2,5 m Höhe oder 25 m² Wandfläche | Anhang 1 Nr. 3 b, § 6 Abs. 1 LBO |
| Niedersachsen | nein | freistehend bis 2 m Höhe an der Grenze oder mit 1 m Abstand, höchstens 3 m lang, wenn kein anderer Platz passt und Eis, Geräusche oder Abluft den Nachbarn nicht unzumutbar beeinträchtigen | Anhang Nr. 2.2 zu § 60, § 5 Abs. 8 NBauO |
| Hessen | nein, wenn eine Fachfirma einbaut | bis 2 m Höhe an der Grenze oder mit 1 m Abstand, auf höchstens 3 m Länge | Anlage zu § 63 Nr. 3.8, § 6 Abs. 9 und 10 HBO |
| Rheinland-Pfalz | nein | keine eigene Regel; ohne Abstandsfläche, wenn das Tageslicht nicht erheblich leidet und der Brandschutz gesichert ist | § 62 Abs. 1 Nr. 2 d, § 8 Abs. 7 LBauO |
| Sachsen | in der Regel nein | Abstandsfläche nur, wenn das Gerät wie ein Gebäude wirkt | § 61 Abs. 1 Nr. 2, § 6 Abs. 1 SächsBO |
| übrige Länder | Bauaufsicht fragen | Bauaufsicht fragen | – |
In Niedersachsen braucht ein Gerät laut Bauministerium gar keinen Grenzabstand, wenn es höchstens 1 m hoch ist oder Licht, Sonne und Belüftung des Nachbargrundstücks nicht mehr als unerheblich beeinträchtigt.
Pflichten ohne Bauantrag. Entfällt der Bauantrag, bleiben die übrigen Vorschriften in Kraft: Sie als Bauherr müssen sicherstellen, dass das Gerät etwa die Vorgaben zu Lärmschutz, Standsicherheit und Verkehrssicherheit einhält, die das baden-württembergische Bauministerium nennt.
Baufenster im Bebauungsplan. Außerhalb der Fläche, die ein Bebauungsplan zur Bebauung festlegt, kann ein Gerät nur ausnahmsweise nach § 23 Abs. 5 der Baunutzungsverordnung zugelassen werden, laut den Bauministerien von Baden-Württemberg und Hessen auch eine verfahrensfreie Wärmepumpe. Die Behörde entscheidet nach Ermessen, in Hessen die Gemeinde.
Schutzbereich und Grenze. Auch wo das Land ein Gerät an der Grenze erlaubt, darf der Propan-Schutzbereich nicht aufs Nachbargrundstück reichen: Das Beispielgerät braucht in der Werkseinstellung unter 400 mm Montagehöhe mindestens 1.000 mm Abstand zur Grenze, darüber 500 mm, solange keine dichte Mauer den Bereich begrenzt.
Rechenbeispiel: der Platz neben dem Beispielhaus
Unser Beispielhaus ist ein Einfamilienhaus von 1975 mit 140 m² Wohnfläche und Heizkörpern, das bisher mit Gas heizt. Für die Aufstellung nehmen wir an: Es steht in Hessen in einer Gegend mit Bodenfrost, das Kiesbett reicht also mindestens 1.000 mm tief. Zwischen Hauswand und Nachbargrenze liegt ein 2.000 mm breiter Streifen, und 800 mm neben dem geplanten Platz liegt der Lichtschacht eines Kellerfensters. Hessen erlaubt Wärmepumpen bis 2 m Höhe samt Fundament direkt an der Grenze oder mit mindestens 1 m Abstand, auf höchstens 3 m Länge. Außengerät ist das Beispielgerät: 1.100 mm breit, 450 mm tief, 1.565 mm hoch, im reinen Heizbetrieb mit 200 mm Mindestabstand zur Wand.
| Prüfung | Am Boden | Auf Sockel |
|---|---|---|
| Montagehöhe (Unterkante über Gelände) | 150 mm (unsere Annahme) | 400 mm |
| Schutzbereich ab Hauswand | 200 + 450 + 1.000 = 1.650 mm, bleibt im 2.000-mm-Streifen | 200 + 450 + 500 = 1.150 mm |
| Lichtschacht 800 mm neben dem Gerät | 800 mm < 1.000 mm, liegt im Bereich | 800 mm > 500 mm, frei |
| Höhe über Gelände, Hessen höchstens 2.000 mm | 150 + 1.565 = 1.715 mm | 400 + 1.565 = 1.965 mm |
| Abstand zur Grenze, Hessen: 0 oder ab 1.000 mm | 2.000 − 200 − 450 = 1.350 mm | 1.350 mm |
| Länge an der Grenze, Hessen höchstens 3.000 mm | 1.100 mm | 1.100 mm |
| Ergebnis | Lichtschacht im Schutzbereich: so nicht möglich | passt, Höhengrenze knapp eingehalten |
Am Boden scheitert der Platz am Lichtschacht. Ausweg eins: Das Gerät rückt 300 mm weiter, dann liegt der Schacht mit 800 + 300 = 1.100 mm außerhalb des Bereichs. Ausweg zwei: ein Sockel, der den Bereich auf 500 mm verkleinert, das Gerät aber auf 1.965 mm hebt, nur 35 mm unter der hessischen Höhengrenze, die das Fundament einschließt. Ob der Platz für das Schlafzimmerfenster des Nachbarn leise genug ist, rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Lautstärke mit demselben Beispielhaus durch.
Checkliste für den Aufstellort
Klären Sie diese Punkte beim Termin vor Ort, bevor Sie unterschreiben.
- Anleitung. Installationsanleitung des angebotenen Geräts mit Mindestabständen und Schutzbereich für Ihre Aufstellart anfordern.
- Schutzbereich. Vor Ort markieren: keine Lichtschächte, Kellerfenster, Türen, Steckdosen oder Lampen darin, Ende vor der Grenze.
- Fundament und Kondensat. Als eigener Posten mit Preis im Angebot, nicht „bauseits“.
- Frostschutz. Systemtrennung mit Frostschutzgemisch oder Frostschutzfunktion?
- Abluft. Nicht auf Gehwege, gepflasterte Flächen oder Fallrohre.
- Baurecht. Grenzabstand und Höhe nach Landesbauordnung, Bebauungsplan bei der Gemeinde; im Zweifel die Bauaufsicht fragen.
- Nachbarn. Den Platz früh besprechen und den Abstand zum nächsten Fenster eines Wohn- oder Schlafraums messen.
Wie Sie das Angebot im Ganzen prüfen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Angebot.
Werte, die sich ändern
| Was | Wert | gilt |
|---|---|---|
| Fundament im Angebot | 298–3.570 €, im Median 1.399 € (64 Angebote) | Angebote von September 2025 bis April 2026, Rheinland-Pfalz, vor Förderung |
| „Bauseits“-Mehrkosten | 726–10.432 € | Angebote von Oktober 2024 bis Mai 2025, Rheinland-Pfalz |
| KfW-Förderfähigkeit | Fundament, Einhausung und Unterkonstruktion zählen zur Wärmepumpe | Infoblatt förderfähige Maßnahmen, Version 11.0, gültig ab 16. September 2026 |
| Landesbauordnungen | Regeln wie in der Ländertabelle | BauO NRW ab 1. September 2026, BayBO ab 1. Mai 2026, NBauO ab 1. Juli 2025; die übrigen in ihrer geltenden Fassung |
So haben wir gerechnet
Das Rechenbeispiel nutzt unser Beispielhaus von 1975 mit angenommenen Grundstücksmaßen in Hessen und die Maße und Schutzbereiche aus der Installationsanleitung des Beispielgeräts; andere Geräte haben andere Werte. Es ersetzt weder die Planung des Fachbetriebs noch eine Auskunft der Bauaufsicht. Wie wir Quellen auswählen, beschreibt unsere redaktionelle Methode.
Häufige Fragen
Wo sollte eine Wärmepumpe am besten stehen?
Draußen auf einem festen, frei angeströmten Platz, gut erreichbar für die Wartung, mit Luftein- und -auslass weg von Schlafräumen und Nachbarfenstern und, bei Propan-Geräten, mit freiem Schutzbereich. Wo dafür der Platz fehlt, hilft ein Sockel oder ein Innengerät.
Braucht eine Wärmepumpe ein Fundament?
Am Boden fast immer, meist zwei Betonstreifen über einem Kiesbett, das zugleich das Kondensat aufnimmt; sonst hängt das Gerät an einer tragfähigen Wand.
Braucht man für eine Wärmepumpe eine Baugenehmigung?
Meist nicht: In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen (mit Fachfirma) und Rheinland-Pfalz ist das Gerät genehmigungsfrei, in Bayern und Sachsen in der Regel verfahrensfrei. Außerhalb des Baufensters kann eine Ausnahme nötig sein; sonst gibt die Bauaufsicht Auskunft.
Wie viel Abstand braucht eine Wärmepumpe zur Hauswand?
Das legt der Hersteller fest, damit das Gerät hinten genug Luft ansaugt: beim Beispielgerät mindestens 200 mm, mit Kühlbetrieb 250 mm. Am Boden bleibt in der Werkseinstellung zusätzlich der Schutzbereich von 1.000 mm frei.
Wohin mit dem Kondensat der Wärmepumpe?
In ein frostfreies Kiesbett unter dem Gerät oder über eine Leitung zum Regenfallrohr, Gully oder Sickerschacht; je nach Lage muss diese Leitung beheizt sein. Auf Gehwege darf es nicht laufen, und für Kanal oder Drainage gelten zusätzlich die Vorgaben Ihres Abwasserbetriebs.
Was ist bei der Innenaufstellung einer Wärmepumpe zu beachten?
Sie brauchen einen Raum im Keller oder Hauswirtschaftsraum und Öffnungen nach außen für Ansaug- und Abluft, je nach Modell mit Luftkanälen. Platzbedarf, Durchbrüche und Kondensat regelt die Herstelleranleitung.