Luft-Luft-Wärmepumpe: Unterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe, Förderung und Eignung
Wie sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe von der Luft-Wasser-Wärmepumpe unterscheidet, unter welchen Bedingungen die KfW sie fördert und für welche Häuser und Räume sie passt.
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie über Innengeräte direkt an die Raumluft ab; auch eine Klimaanlage mit Wärmepumpe, also ein Split-Klimagerät mit Heizfunktion, zählt für die KfW dazu. Anders als die Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt sie weder Heizungswasser noch Warmwasser. Mehrere Räume brauchen mehrere Innengeräte, das Warmwasser eine eigene Lösung. Für die KfW-Förderung muss sie überwiegend heizen, und bei Geräten bis 12 kW müssen Außen- und Innengerät zusammen mindestens die Effizienzklasse A++ erreichen; das entspricht einer saisonalen Arbeitszahl (SCOP) von mindestens 4,6.
Auf einen Blick
- Unterschied. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt Heizungswasser und Warmwasser, die Luft-Luft-Wärmepumpe nur die Raumluft; dafür kann sie im Sommer kühlen.
- Förderung. Geräte bis 12 kW brauchen für die KfW ein ηs (die saisonale Effizienz der Raumheizung) von mindestens 181 % und Klasse A++ oder A+++. Ab 1. Januar 2028 fördert die KfW nur noch Geräte mit natürlichem Kältemittel; fast alle Luft-Luft-Geräte auf der BAFA-Liste arbeiten mit R32 oder R410A.
- Eignung. Zum Nachrüsten in bestehenden Häusern eignet sie sich laut Verbraucherzentrale gut, als alleinige Heizung unter deutschen Klimaverhältnissen nur begrenzt.
- Kosten. Einen belegten Gesamtpreis nennen wir nicht; er hängt vor allem von der Zahl der Innengeräte ab. Die Verbraucherzentrale nennt niedrige Anschaffungskosten als größten Vorteil.
- Betrieb. Die Grenze liegt bei etwa 2,75 kWh Wärme je kWh Strom über das Jahr. Darüber ist die Wärme im Beispielhaus günstiger als die aus dem Gaskessel (Wirkungsgrad 90 %, BDEW-Preise 2026: 37,3 ct/kWh Strom, 12,23 ct/kWh Gas).
Unterschied: Luft-Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe
Beide Bauarten holen die Wärme mit einem Außengerät aus der Außenluft. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt Heizungswasser, das wie beim alten Kessel durch Heizkörper oder Fußbodenheizung fließt und den Warmwasserspeicher lädt. Bei der Luft-Luft-Wärmepumpe führen Kältemittelleitungen vom Außengerät zu Innengeräten im Wohnraum, die die Raumluft direkt erwärmen; einen Wasserkreislauf gibt es nicht. Eine Klimaanlage mit Heizfunktion arbeitet nach demselben Prinzip: ein Außengerät, ein oder mehrere Innengeräte.

| Merkmal | Luft-Luft | Luft-Wasser |
|---|---|---|
| Wärme gelangt über | Innengeräte in die Raumluft | Heizungswasser in Heizkörper oder Fußbodenheizung |
| Warmwasser | nein, eigene Lösung nötig | ja, über einen Speicher |
| Kühlen | ja | je nach Gerät |
| Mehrere Räume | mehrere Innengeräte, beim Multi-Split an einem Außengerät | über die vorhandenen Heizflächen |
| KfW-Mindesteffizienzηs: jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz im mittleren Klima, Mindestwert der KfW-Förderrichtlinie; bei Niedertemperatur-Wärmepumpen zählt nur der Wert bei 35 °C | ηs 181 % und Klasse A++ oder A+++ (bis 12 kW) | ηs 150 % bei 35 °C, 125 % bei 55 °C |
| Jahresarbeitszahl im Feldtest des Fraunhofer ISE | keine Luft-Luft-Geräte untersucht | 3,4 (2,6–4,9) |
Was das für Sie heißt: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt das ganze Haus mit Heizung und Warmwasser, die Luft-Luft-Wärmepumpe heizt und kühlt gezielt die Räume mit Innengerät. Wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet und was sie kostet, erklärt der Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Wann eine Luft-Luft-Wärmepumpe passt
Die Verbraucherzentrale nennt die niedrigen Anschaffungskosten als größten Vorteil: Ohne Wasserkreislauf und Heizkörper ist die Installation deutlich günstiger und schneller. Besonders gut eignen sich solche Systeme zum Nachrüsten in bestehenden Gebäuden; einzelne Räume lassen sich gezielt temperieren.

Den Hauptnachteil sieht die Verbraucherzentrale in der begrenzten Eignung als Vollheizung unter deutschen Klimaverhältnissen. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen arbeiten Luft-Luft-Wärmepumpen nach ihrer Einschätzung weniger effizient als Luft-Wasser-Systeme. Außerdem nennt sie die bewegte Warmluft als Nachteil: Manche Menschen empfinden sie als ungemütlich, und sie kann die Raumluft austrocknen.
Als Ergänzung zur vorhandenen Heizung passt die Luft-Luft-Wärmepumpe; soll eine Wärmepumpe das ganze Haus samt Warmwasser versorgen, spricht mehr für die Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Luft-Luft-Wärmepumpe im Altbau
Im Altbau ist die Luft-Luft-Wärmepumpe ein Weg, ohne Eingriff in Heizkörper und Rohrnetz zu heizen, weil sie kein Heizungswasser braucht. Entscheidend ist, dass die Heizleistung jedes Innengeräts zur Heizlast seines Raums passt; für die Förderung berechnet der Fachbetrieb sie Raum für Raum nach DIN EN 12831. Zur Einordnung: Die Wandgeräte MSZ-RZ von Mitsubishi Electric haben eine Nenn-Heizleistung von 3,2 bis 6,0 kW; ob das für einen Raum reicht, zeigt erst dessen Heizlast. Ob Ihr Haus mit seinen Heizkörpern für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe taugt, prüfen Sie mit dem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
Förderung: Bedingungen der KfW für die Luft-Luft-Wärmepumpe
Die KfW fördert eine Luft-Luft-Wärmepumpe über das Programm 458, sofern sie der Beheizung dient; laut den technischen FAQ von KfW und BAFA gilt das auch für nachgerüstete Split-Klimaanlagen mit Heizfunktion. Die technischen Bedingungen:
| Bedingung | Was für Luft-Luft gilt |
|---|---|
| Überwiegend heizen | Mehr als 50 % der erzeugten Wärme oder Kälte müssen der Raumheizung dienen. Ein Gerät, das vor allem kühlen soll, passt nicht in die Förderung. |
| Effizienz bis 12 kW Heizleistung | ηs mindestens 181 % und Klasse A++ oder A+++ im mittleren Klima, nachgewiesen per Energielabel für die Kombination aus Außen- und Innengeräten; beim Multi-Split zählen auch vorhandene Innengeräte mit, die weiter genutzt werden |
| Effizienz über 12 kW | Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs,h mindestens 150 % |
| BAFA-Liste | Das Außengerät steht in der Wärmeerzeugerliste „Wärmepumpen“. |
| Heizlast | Raum für Raum nach DIN EN 12831 berechnet |
| Luftmengen abgleichen | Die Luftvolumenströme der Innengeräte müssen einreguliert werden; ausgenommen sind Luft-Luft-Wärmepumpen mit Sekundärluftgeräten als Innengeräten. Ob Ihre Geräte darunterfallen, klärt der Fachbetrieb. |
| Messung | Die erzeugte Wärme muss gemessen werden; zulässig ist dabei auch eine Bilanzierung des Energieverbrauchs nach Norm. |
| Jahresarbeitszahl | keine Berechnung nötig |
| Steuerung | digitale Schnittstelle für § 14a EnWG, bei Einbau ab 1. Juli 2027 in einem Format nach dem Code of Conduct der EU-Kommission (etwa EEBUS); spätestens zur Inbetriebnahme oder Abnahme ein intelligentes Messsystem bestellen, falls keines vorhanden |
| Kältemittel | ab 1. Januar 2028 nur noch natürliche Kältemittel wie Propan (R290) |
Die Kältemittel-Regel trifft diese Bauart besonders: Fast alle Luft-Luft-Wärmepumpen auf der BAFA-Liste arbeiten mit R32 oder R410A, nur wenige mit Propan, darunter die Wandgeräte MSZ-RZ von Mitsubishi Electric.
Neben der Gasheizung: die 65-Prozent-Bedingung
Nach dem Einbau müssen die versorgten Wohnungen oder Flächen zu mindestens 65 % mit erneuerbarer Energie beheizt werden. Nachweisen müssen Sie das nur für den Bereich, den die Maßnahme versorgt; laut den technischen FAQ kann das auch ein einzelner Raum sein.
Heizt der alte Kessel weiter mit, gilt die Bedingung als erfüllt, wenn die Wärmepumpe je nach Betriebsweise30 % bei parallelem oder teilparallelem Betrieb mit dem Kessel, 40 % bei alternativem Betrieb einen Mindestanteil leistet: 30 oder 40 % der Norm-Heizlast des versorgten Bereichs oder der gesamten Heizleistung aller Wärmeerzeuger. Alternativ genügt ein Nachweis nach DIN V 18599.
Die 65 % sind eine Bedingung der Förderung, keine gesetzliche Pflicht: Im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) steht keine solche Vorgabe mehr; die Regel für neue Heizungen galt bis 28. Juli 2026.
Versorgt der Gaskessel die Wohnung weiter mit, entfällt in der Regel der Klimageschwindigkeitsbonus, der Zuschlag für selbstnutzende Eigentümer, die bestimmte funktionstüchtige alte Heizungen wie eine Öl- oder Gasheizung austauschen.
Für Anträge bis 31. Dezember 2026 beträgt die Grundförderung 30 % der förderfähigen Kosten, für die erste Wohnung von höchstens 28.000 €. Zu Boni und geplanten Änderungen siehe Wärmepumpe Förderung.
Effizienz: SCOP, Energielabel und die KfW-Grenze
Luft-Luft-Geräte bis 12 kW tragen das Energielabel für Klimageräte, mit je einer Effizienzklasse für das Heizen (SCOP) und das Kühlen (SEER, die saisonale Arbeitszahl im Kühlbetrieb). Der SCOP ist die saisonale Arbeitszahl im Heizbetrieb nach DIN EN 14825: die Wärme je kWh Strom über eine genormte Heizsaison. Pflicht ist die Angabe für die mittlere Heizsaison. So ordnet das Label die Heizklassen dem SCOP zu:
| Klasse Heizen | SCOP | Klasse für KfW |
|---|---|---|
| A+++ | ab 5,10 | reicht |
| A++ | 4,60 bis unter 5,10 | reicht |
| A+ | 4,00 bis unter 4,60 | reicht nicht |
| A | 3,40 bis unter 4,00 | reicht nicht |
Für das zusätzlich verlangte ηs von mindestens 181 % rechnen die technischen FAQ von KfW und BAFA den SCOP so um:
ηs = (SCOP ÷ 2,5 − 0,03) × 100 %
Der Umrechnungsfaktor 2,5 berücksichtigt den durchschnittlichen Wirkungsgrad der Stromerzeugung in der EU, der Abzug von 0,03 den Hilfsstrom der Temperaturregler. Ein SCOP von 4,6 ergibt (4,6 ÷ 2,5 − 0,03) × 100 % = 181 %. Beide Bedingungen laufen also auf denselben Wert hinaus: einen SCOP von mindestens 4,6 im mittleren Klima.
Rechenbeispiel: Erfüllt das Gerät die KfW-Grenze?
Drei Wandgeräte mit den SCOP-Werten der Hersteller, gerechnet wie oben, zum Beispiel (4,7 ÷ 2,5 − 0,03) × 100 % = 185 %:
| Gerät | SCOP | ηs | Klasse | Kältemittel |
|---|---|---|---|---|
| Mitsubishi Electric MSZ-RZ50 | 4,7 | 185 % | A++ | Propan (R290) |
| Vaillant climaVAIR plus VAIP 1-050 | 4,6 | 181 % | A++ | R32 |
| Vaillant climaVAIR plus VAIP 1-065 | 4,3 | 169 % | A+ | R32 |
Das Mitsubishi-Gerät liegt über der Grenze, die VAIP 1-050 genau darauf; beide stehen so auf der BAFA-Liste. Die größte climaVAIR plus verfehlt mit Klasse A+ die Grenze. Weil die Vaillant-Geräte mit R32 arbeiten, fördert die KfW sie ab 1. Januar 2028 nicht mehr.
KfW-Mindestwert 181 %
ηs im Heizbetrieb
| Gerät | ηs im mittleren Klima |
|---|---|
| MSZ-RZ25 | 209 % |
| MSZ-RZ35 | 205 % |
| MSZ-RZ50 | 185 % |
| climaVAIR plus 025–050 | 181 % |
| climaVAIR plus 065 | 169 % |
Im Winter: was sich sagen lässt
Wie gut eine Luft-Luft-Wärmepumpe in deutschen Wintern heizt, lässt sich mit den vorliegenden Daten nicht beziffern. Laut Datenblatt heizt die MSZ-RZ von Mitsubishi Electric bis −30 °C Außentemperatur, die climaVAIR plus von Vaillant bis −15 °C. Der Feldtest des Fraunhofer ISE an 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern, aus dem die mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 für Luft-Wasser-Wärmepumpen stammt, umfasste 61 Luft-Wasser- und 16 Erdwärmepumpen, aber keine Luft-Luft-Geräte.
Was der Betrieb kostet: Rechenbeispiel
Ob Wärme aus der Luft-Luft-Wärmepumpe günstiger ist als aus dem Gaskessel, hängt von ihrer Jahresarbeitszahl ab: der Wärme, die sie über ein ganzes Jahr je kWh Strom liefert. Unser Beispielhaus ist ein teilweise saniertes Einfamilienhaus von 1975 mit 140 m², Heizkörpern und einem funktionierenden Gaskessel, der 20.000 kWh Gas im Jahr verbraucht und 90 % davon als Wärme nutzt, also 18.000 kWh. Das Haus ist eine Annahme; die Preise sind BDEW-Durchschnittswerte 2026: 12,23 ct/kWh für Gas im Einfamilienhaus, 37,3 ct/kWh für Haushaltsstrom ohne Wärmepumpentarif.
- Wärme aus Gas: 0,1223 €/kWh ÷ 0,9 = 0,136 € je kWh Wärme.
- Wärme aus der Wärmepumpe: 0,373 €/kWh ÷ Jahresarbeitszahl.
- Gleichstand: 0,373 € ÷ 0,136 € = etwa 2,75.
Aufs Jahr gerechnet kostet das Gas des Beispielhauses 20.000 kWh × 0,1223 €/kWh = 2.446 €. Liefert eine Wärmepumpe dieselben 18.000 kWh Wärme mit einer Jahresarbeitszahl von 2,8, kostet ihr Strom 18.000 kWh ÷ 2,8 × 0,373 €/kWh = 2.398 €, also 48 € weniger.
Liegt die Jahresarbeitszahl über etwa 2,75, ist jede kWh Wärme aus der Wärmepumpe günstiger als aus dem Gaskessel des Beispielhauses; darunter ist sie teurer. Ein SCOP von 4,6 ist ein Normwert, keine Jahresarbeitszahl für Ihr Haus. Messen Sie die erzeugte Wärme und den Stromverbrauch des Geräts und rechnen Sie nach dem ersten Winter Ihre eigene Jahresarbeitszahl aus: Wärme ÷ Strom. Die Wärmemengen zu erfassen, verlangt die Förderung ohnehin.
Wärmepumpen und Klimaanlagen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, fallen unter § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes: Der Netzbetreiber darf ihre Leistung zeitweise drosseln, mindestens 4,2 kW stehen aber immer zur Verfügung (bei mehr als 11 kW und direkter Ansteuerung 40 % der Netzanschlussleistung), und im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Die drei Mitsubishi-Wandgeräte nehmen laut BAFA-Liste höchstens 0,58 bis 1,46 kW elektrisch auf, ein einzelnes liegt also unter der Schwelle; zusammengerechnet werden mehrere Geräte nur innerhalb derselben Kategorie, also Wärmepumpen oder Klimaanlagen.
Was eine Luft-Luft-Wärmepumpe kostet
Eine belegte Preisspanne für komplette Luft-Luft-Anlagen nennen wir hier nicht: Uns liegt keine Auswertung echter Angebote vor, und die Kosten hängen je Haus stark von Geräten, Leitungen und Elektroarbeiten ab. Ein wichtiger Kostentreiber ist die Zahl der Räume: Sollen mehrere Räume gleichmäßig warm werden, braucht es mehrere Innengeräte, und das erhöht laut Verbraucherzentrale die Kosten.
Zur Einordnung, nicht als Preis für ein Luft-Luft-Gerät: Für Luft-Wasser-Wärmepumpen lag der Median aus 160 Angeboten aus Rheinland-Pfalz, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertet hat, bei 34.898 € vor Förderung; die Angebote entstanden zwischen September 2025 und April 2026. Welche Preisspannen für Luft-Wasser-Anlagen üblich sind, steht in Wärmepumpe Kosten. Lassen Sie sich im Angebot jedes Innengerät, die Leitungswege und die Elektroarbeiten einzeln aufführen; dann lassen sich Angebote vergleichen.
Warmwasser: welche Lösung dazu passt
Für Warmwasser braucht das Haus ein eigenes System: Entweder bereitet es weiter der vorhandene Kessel, oder eine Warmwasser-Wärmepumpe übernimmt. Die KfW fördert eine Warmwasser-Wärmepumpe mit, wenn sie zusammen mit einer förderfähigen Wärmepumpe eingebaut wird und ihre Wärme nicht aus der Raumluft beheizter oder gekühlter Räume holt. Bleibt der Kessel für das Warmwasser in Betrieb, klären Sie vor dem Antrag mit der KfW oder einem Energieeffizienz-Experten, welche Boni Ihnen zustehen. Mehr zu Technik und Förderung finden Sie unter Warmwasser-Wärmepumpe.
Schall: innen im Wohnraum, außen beim Nachbarn
Die Innengeräte hängen direkt im Wohnraum, und ihre Geräusche können stören, schreibt die Verbraucherzentrale. Für das Außengerät gelten wie bei jeder Luftwärmepumpe die Richtwerte der TA Lärm vor dem Fenster des Nachbarn; die Schallvorgabe der KfW betrifft nur Luft-Wasser-Wärmepumpen. Für die Außengeräte der MSZ-RZ und der climaVAIR plus nennt die BAFA-Liste Schallleistungspegel von 60 bis 65 dB(A). Der LAI-Leitfaden von Bund und Ländern, der auch für Klimageräte gilt, rät, vor dem Kauf ein Referenzgerät anzuhören. Wie Sie den Abstand zum Nachbarn abschätzen, lesen Sie in Wärmepumpe Lautstärke.
Bevor Sie ein Luft-Luft-Gerät beauftragen
- Heizlast Raum für Raum. Lassen Sie die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnen und die Innengeräte danach auswählen.
- Label der Kombination. Verlangen Sie das Energielabel für genau Ihre Kombination aus Außen- und Innengeräten: Klasse A++ oder A+++ beim Heizen im mittleren Klima.
- BAFA-Liste und Kältemittel. Prüfen Sie, ob das Außengerät auf der Wärmeerzeugerliste steht und welches Kältemittel es nutzt.
- Warmwasser. Legen Sie fest, wer künftig das Warmwasser bereitet.
- Fachkraft am Kältekreis. Den Kältekreis eines Split-Geräts schließt eine Fachkraft mit Sachkundebescheinigung an: bei fluorierten Kältemitteln wie R32 Pflicht, nach der EU-F-Gas-Verordnung gegebenenfalls auch bei natürlichen wie Propan. Bauen Sie selbst ein, fördert die KfW nur das Material, und ein Fachbetrieb oder Energieeffizienz-Experte muss die fachgerechte Ausführung bestätigen.
- Aufstellort. Planen Sie den Platz des Außengeräts mit Blick auf die Nachbarfenster.
- Vertrag und Antrag. Erst einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung schließen, dann den KfW-Antrag stellen, dann beginnen.
Werte, die sich ändern
| Was | Wert | gilt |
|---|---|---|
| KfW-Grundförderung Wärmepumpe | 30 % von höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten (erste Wohnung) | Anträge bis 31. Dezember 2026 |
| Geplante Änderung der Fördersätze für Wärmepumpen | soll ab dem ersten Quartal 2027 gelten | Startdatum und Details noch nicht veröffentlicht |
| Format der Steuerschnittstelle | nach dem Code of Conduct der EU-Kommission, zum Beispiel EEBUS | für ab 1. Juli 2027 eingebaute Wärmepumpen |
| Natürliches Kältemittel | Förderbedingung | ab 1. Januar 2028 |
| Strompreis Haushalte | 37,3 ct/kWh | BDEW, Durchschnitt 2026 |
| Gaspreis Einfamilienhaus | 12,23 ct/kWh | BDEW, Durchschnitt 2026 |
| Angebotspreis Luft-Wasser-Wärmepumpe (Median) | 34.898 € | Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Angebote September 2025 bis April 2026 |
So haben wir gerechnet
Das Beispielhaus aus dem Abschnitt Betrieb ist unsere Annahme; die BDEW-Preise enthalten die Grundpreise anteilig. Eine Jahresarbeitszahl für Luft-Luft-Geräte setzen wir nicht an; Wartung, Kühlstrom und Wärmepumpentarife fehlen. Mehr in unserer redaktionellen Methode.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Luft-Luft- und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Beide nutzen die Außenluft. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt über Heizungswasser Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasser; die Luft-Luft-Wärmepumpe bläst Wärme über Innengeräte in einzelne Räume und kann kühlen, macht aber kein warmes Wasser.
Wird eine Luft-Luft-Wärmepumpe gefördert?
Ja, über das KfW-Programm 458, wenn das Gerät überwiegend heizt, das Außengerät auf der BAFA-Liste steht und die Kombination mit den Innengeräten bei Geräten bis 12 kW ein ηs von mindestens 181 % und Klasse A++ oder A+++ erreicht; größere Geräte brauchen ein ηs,h von mindestens 150 %. Ab 1. Januar 2028 kommen nur noch Geräte mit natürlichem Kältemittel infrage.
Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Eine belegte Preisspanne geben wir nicht an, weil der Gesamtpreis vor allem von der Zahl der Innengeräte, den Leitungswegen und den Elektroarbeiten abhängt. Laut Verbraucherzentrale ist die Anschaffung günstig, jedes weitere Innengerät erhöht aber die Kosten.
Kann eine Klimaanlage mit Wärmepumpe ein ganzes Haus heizen?
Sie kann mehrere Räume heizen, wenn jeder ein passend ausgelegtes Innengerät bekommt. Als alleinige Heizung hält die Verbraucherzentrale sie aber nur für begrenzt geeignet, und Warmwasser braucht ohnehin eine zweite Lösung.
Eignet sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe für den Altbau?
Ja, sie lässt sich nachrüsten, ohne das wassergeführte Heizsystem anzutasten. Damit sie reicht, muss jedes Innengerät die Heizlast seines Raums decken; das zeigt die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.
Was gilt für die Förderung, wenn die Gasheizung bleibt?
Die Förderbedingung von 65 % erneuerbarer Wärme gilt als erfüllt, wenn die Wärmepumpe je nach Betriebsweise mindestens 30 oder 40 % der Norm-Heizlast oder der gesamten Heizleistung übernimmt; alternativ belegt das ein Nachweis nach DIN V 18599. Auf den Klimageschwindigkeitsbonus verzichten Sie in der Regel, solange der Kessel mitheizt.