Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen: Ablauf, Kosten und was mit dem Öltank passiert

Wer eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen will, hat einen Richtwert: Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lagen Angebote in Rheinland-Pfalz laut Verbraucherzentrale im Median bei 34.898 € vor Förderung. Wer selbst im Haus wohnt und eine funktionierende Ölheizung fachgerecht ausbauen und entsorgen lässt, bekommt von der KfW für Anträge bis 31. Dezember 2026 30 % Grundförderung und 16 Prozentpunkte Klimageschwindigkeitsbonus auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten, wenn danach keine fossile oder mit Gas betriebene Heizung im Gebäude oder gebäudenah die Wohnung versorgt. Im Beispielhaus mit 2.000 Litern Öl im Jahr kostet der Strom für die Wärme rund 1.922 € im Jahr (Jahresarbeitszahl 3,3, Strom 37,3 ct/kWh laut BDEW, ohne Wartung).

Wer seine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen will, findet bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz einen Richtwert: Angebote für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lagen dort im Median bei 34.898 € vor Förderung. Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, bekommen von der KfW für Anträge bis 31. Dezember 2026 30 % Grundförderung plus 16 Prozentpunkte Klimageschwindigkeitsbonus auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten, wenn sie eine funktionierende Ölheizung fachgerecht ausbauen und entsorgen lassen und danach im Gebäude oder gebäudenah nicht fossil oder mit Gas heizen. Im Beispielhaus mit 2.000 Litern Heizöl im Jahr liegen die Energiekosten mit Wärmepumpe bei rund 1.922 € im Jahr, bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ, Wärme je kWh Strom) von 3,3 und 37,3 ct/kWh Strom laut BDEW; mit Öl sind es laut en2x je nach Preiszeitraum 1.884 bis 3.222 € (beides ohne Wartung).

Auf einen Blick

  • Gesetz. Das frühere Betriebsverbot für alte Heizkessel ist gestrichen; Ölheizungen, die nach dem 29. Juli 2026 neu eingebaut werden, brauchen ab 2029 einen steigenden Bio-Anteil.
  • Öltank. Seine Entsorgung ist förderfähig; ob ein Sachverständiger prüfen muss, hängt von Größe, Lage und Bauart ab.
  • Schornstein. Die Wärmepumpe braucht keinen Schornsteinfeger; der alte Schornstein ist nach Verschluss und Meldung befreit.
  • Heizkosten. Bei 37,3 ct/kWh Strom (BDEW) und einer JAZ von 3,3 heizt die Wärmepumpe im Beispielhaus günstiger als Öl, sobald der Liter mehr als rund 96 ct kostet (ohne Wartung).

Neues Heizungsgesetz: was für Ihre Ölheizung gilt

Das Heizungsgesetz heißt seit der Reform Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz). Das Reformgesetz vom 23. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226) gilt im Wesentlichen seit dem 29. Juli 2026, einzelne Teile ab 2027, 2028 und 2030. Gestrichen sind seitdem die §§ 71 bis 73, darunter die 65-%-Regel, die bis 28. Juli 2026 galt, und das Betriebsverbot für Heizkessel (§ 72). Ihre Ölheizung dürfen Sie weiter betreiben, solange sie funktioniert.

Wer nach dem 29. Juli 2026 eine neue Ölheizung in ein bestehendes Haus einbaut, muss ab 2029 mindestens 10 % ihrer Wärme aus Bioöl oder einem anderen in § 43 GModG genannten Brennstoff erzeugen; der Anteil steigt bis 2040 auf 60 %. Die Stufen dazwischen, die Hybrid-Ausnahme und die übrigen Optionen erklärt der Ratgeber Heizungsgesetz.

Ölpreis, Alter, Förderung: wann der Wechsel naheliegt

Solange Ihre Ölheizung funktioniert, ist der Wechsel vor allem eine Rechenfrage. Drei Punkte sprechen dafür, sie früh anzustellen:

  • Förderung. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt für spätere Anträge schrittweise und gilt nur für Selbstnutzer, die eine funktionierende Ölheizung fachgerecht ausbauen und entsorgen lassen und danach im Gebäude oder gebäudenah nicht fossil oder mit Gas heizen.
  • Ölpreis. Heizöl kostete laut en2x (3.000 Liter, inkl. MwSt.) 2025 im Mittel der Monatswerte rund 94,20 ct je Liter, im September 2026 161,12 ct.
  • Alter. Für Wirtschaftlichkeitsrechnungen setzt man für Wärmeerzeuger rund 20 Jahre an (Orientierungswert nach VDI 2067). Das ist ein Rechenwert, keine Garantie, aber ein Anlass für Angebote vor der nächsten Reparatur.

Die drei Wege im Vergleich:

KriteriumÖl weiter nutzenNeue ÖlheizungWärmepumpe
Anschaffungkeineeigenes Angebot nötigMedian 34.898 € vor Förderung (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)
KfW-Zuschusskeinerkeiner30 % plus 16 Prozentpunkte Bonus, auf höchstens 28.000 €
Heizungsgesetz (GModG)darf weiterlaufenBio-Anteil von 10 % ab 2029 bis 60 % ab 2040keine Vorgabe
Energiekosten1.884–3.222 € im JahrÖlpreis plus Bioöl-Anteil ab 2029, je nach Lieferant1.922 € im Jahr
Öltankbleibt, je nach Stufe mit Prüfpflichtbleibtentfällt

Ölabrechnung prüfen: Passt eine Wärmepumpe in Ihr Haus?

Ein älteres Haus mit Heizkörpern schließt eine Wärmepumpe nicht aus. In Feldmessungen des Fraunhofer ISE an 77 Wärmepumpen in Häusern der Baujahre 1826 bis 2001 erreichten die Luft-Wasser-Geräte im Mittel eine JAZ von 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9), ohne Zusammenhang mit dem Baujahr. Zwei Werte rechnen Sie aus Ihrer Ölabrechnung:

  • Verbrauch je m²: Liter × 10 kWh ÷ Wohnfläche, im Beispielhaus 2.000 × 10 kWh ÷ 150 m² ≈ 133 kWh. Wärmepumpen laufen laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vor allem bis etwa 150 kWh je m² und Jahr wirtschaftlich, Warmwasser eingerechnet; darüber sind sie möglich, die Betriebskosten aber relativ hoch.
  • Heizlast grob: Liter im Jahr ÷ 250 = kW (Einstiegsrechnung des Bundesverbands Wärmepumpe), im Beispielhaus 8 kW. Genau ermittelt sie der Fachbetrieb raumweise nach DIN EN 12831; das verlangt die KfW für die Förderung.

Ob die Heizkörper reichen, zeigt ein Heizkörpertest an einem kalten Tag mit auf 55 °C begrenzter Vorlauftemperatur; das Vorgehen und was bei kühlen Räumen hilft, steht im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten: was es kostet

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern ausgewertet, erstellt von September 2025 bis April 2026: vor Förderung 21.099 bis 54.168 €, im Median 34.898 €. Die einzelnen Posten zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten.

Wo kein anderer Zeitraum genannt ist, gelten die Fördersätze auf dieser Seite für Anträge bis 31. Dezember 2026; ab dem ersten Quartal 2027 soll sich die Grundförderung für Wärmepumpen ändern, ein Starttermin steht noch nicht fest. Die KfW zahlt 30 % auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit. Wer selbst im Haus wohnt und eine funktionierende Ölheizung gleich welchen Alters ersetzt, erhält 16 Prozentpunkte Klimageschwindigkeitsbonus dazu, wenn die alte Heizung fachgerecht ausgebaut und entsorgt wird und danach keine fossile oder mit Gas betriebene Heizung im Gebäude oder gebäudenah die Wohnung versorgt; Einkommensbonus und Fristen erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Für das Beispielhaus, wenn die Bonusbedingungen erfüllt sind, alle Kosten förderfähig sind und kein Einkommensbonus dazukommt:

PostenRechnungBetrag
AngebotspreisMedian der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz34.898 €
förderfähigHöchstgrenze28.000 €
Zuschuss28.000 € × (30 % + 16 %)12.880 €
Eigenanteil34.898 € − 12.880 €22.018 €

Heizkosten: Wärmepumpe gegen Heizöl bei drei Ölpreisen

Unser Beispielhaus (eine Annahme), ein Einfamilienhaus von 1965 mit 150 m², erneuerten Fenstern und Heizkörpern, verbraucht 2.000 Liter Heizöl im Jahr.

  1. Wärme: 2.000 l × 10 kWh/l (Heizwert nach Heizkostenverordnung) = 20.000 kWh × 85 % Nutzungsgrad des Kessels (unsere Annahme) = 17.000 kWh.
  2. Strom: 17.000 kWh ÷ JAZ 3,3 = 5.152 kWh. Die 3,3 sind unsere Annahme, knapp unter dem Fraunhofer-Mittel; 2,8 und 4,0 zeigen die Spanne.
  3. Kosten: 5.152 kWh × 0,373 €/kWh = 1.922 € im Jahr, mit dem Haushaltsstrompreis 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse (Neukunden, 3.500 kWh, Grundpreis anteilig), ohne Wärmepumpentarif und damit eher vorsichtig gerechnet.
HeizungRechnungEnergiekosten im Jahr
Öl, Mittel 20252.000 l × 0,9420 €/l1.884 €
Öl, Mittel Januar bis September 20262.000 l × 1,2714 €/l2.543 €
Öl, September 20262.000 l × 1,6112 €/l3.222 €
Wärmepumpe, JAZ 2,817.000 kWh ÷ 2,8 × 0,373 €/kWh2.265 €
Wärmepumpe, JAZ 3,317.000 kWh ÷ 3,3 × 0,373 €/kWh1.922 €
Wärmepumpe, JAZ 4,017.000 kWh ÷ 4,0 × 0,373 €/kWh1.585 €

Energiekosten im Jahr

HeizungHeizölWärmepumpe
Öl 20251.884 €
Öl Jan.–Sep. 20262.543 €
Öl Sep. 20263.222 €
JAZ 2,82.265 €
JAZ 3,31.922 €
JAZ 4,01.585 €
Energiekosten des Beispielhauses im Jahr: Heizöl laut en2x (inkl. MwSt.), Wärmepumpe mit 37,3 ct/kWh laut BDEW, ohne Wartung.

Beim Ölpreis von 2025 sind beide fast gleich teuer, die Wärmepumpe liegt 38 € darüber; beim Mittel von Januar bis September 2026 kostet sie 621 € weniger als Öl, beim Septemberpreis 1.300 € weniger. Den Gleichstand erreicht die Wärmepumpe bei einem Ölpreis von rund 96 ct je Liter (JAZ 3,3: 1.922 € ÷ 2.000 l = 0,961 €/l); bei JAZ 2,8 liegt er bei rund 113 ct, bei JAZ 4,0 bei rund 79 ct.

Eine Stellschraube bietet § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes: Für Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung, die ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, sinkt im Standardfall (Modul 1) das Netzentgelt pauschal um 110 bis 190 € im Jahr (Spanne der Bundesnetzagentur von 2023; den aktuellen Betrag nennt das Preisblatt Ihres Netzbetreibers). Dafür darf der Netzbetreiber den Strombezug der Wärmepumpe bei drohender Beschädigung oder Überlastung des Netzes zeitweise drosseln, nie unter 4,2 kW; der übrige Haushaltsstrom bleibt unberührt. Die Stromkosten im Beispielhaus lägen dann bei etwa 1.732 bis 1.812 €.

Nicht eingerechnet sind die Wartung der Wärmepumpe, die in 22 von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angeboten im Median 360 € je Wartung kostete, sowie Kesselwartung, Schornsteinfeger und Tankprüfungen bei der Ölheizung.

CO2-Preis: was im Heizöl steckt

Heizöl trägt den CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 € je Tonne. Der Bundestag hat beschlossen, dass der CO2-Preis auch 2027 zwischen 55 und 65 € je Tonne liegen soll.

Ein Liter Heizöl setzt rund 2,68 kg CO2 frei (berechnet aus den Standardwerten der Emissionsberichterstattungsverordnung 2030). Geben die Lieferanten den Preis voll weiter (unsere Annahme), stecken bei 55 € je Tonne rund 17,5 ct und bei 65 € rund 20,7 ct je Liter im Heizölpreis, inkl. MwSt. Im Beispielhaus sind das 350 bis 414 € im Jahr, in den Ölpreisen oben enthalten.

Die Wärmepumpe verbrennt im Haus nichts; ihr CO2 entsteht bei der Stromerzeugung. Mit dem Strommix 2025 (Schätzung des Umweltbundesamts: 344 g je kWh, ohne Vorketten) sind es im Beispielhaus 5.152 kWh × 0,344 kg ≈ 1,8 t CO2 im Jahr, bei Öl 2.000 l × 2,68 kg ≈ 5,4 t, also rund zwei Drittel weniger.

Öltank entsorgen: was die AwSV verlangt

Die Entsorgung eines alten Öltanks zählt laut KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Demontagearbeiten, ebenso der Ausbau des alten Kessels samt Schadstoffen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät, „Demontage und Entsorgung der Altanlage“ im Angebot mit eigenen Kosten aufzuführen. Planen Sie die letzte Öllieferung so, dass der Vorrat bis zur Inbetriebnahme der Wärmepumpe reicht.

Zeichnung eines bodenstehenden Ölheizkessels mit Brenner an der Vorderseite, Bedienfeld und Abgasrohr zur Wand
Der alte Ölkessel: Sein Ausbau samt Schadstoffen zählt laut KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Demontagearbeiten.

Ob ein Sachverständiger den Tank bei der Stilllegung prüfen muss, regelt die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) nach Lage und Gefährdungsstufe (§ 46 mit Anlagen 5 und 6):

TankAußerhalbIm Schutzgebiet
oberirdischPrüfung bei Stufe C und DPrüfung bei Stufe B, C und D
unterirdischPrüfung in jeder StufePrüfung in jeder Stufe

Die Gefährdungsstufe ergibt sich aus dem Volumen und der Wassergefährdungsklasse des Inhalts (§ 39), prüfen darf nur ein Sachverständiger (§ 47).

Links drei Öltanks in einer Auffangwanne in einem Raum des Hauses, rechts ein liegender Tank im Erdreich vor der Hauswand, mit Domschacht und einer Leitung ins Haus
Oberirdisch im Tankraum (links) oder unterirdisch im Erdreich (rechts): Einen unterirdischen Tank muss bei der Stilllegung in jeder Gefährdungsstufe ein Sachverständiger prüfen, einen oberirdischen je nach Stufe und Lage.

Heizraum, Schornstein, Zählerschrank: der Umbau im Haus

Heizraum, Tankraum und Warmwasser

Bei einer außen aufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpe bleiben im Haus vor allem Regelung und Warmwasserspeicher, und der Tankraum wird frei; ein nötiger Umbau des Heiz- oder Technikraums ist förderfähig. Das Trinkwasser erwärmt künftig die Wärmepumpe über einen Speicher: Die Warmwasserbereitung stand in 85 % der 160 Angebote, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertet hat; die 43 Angebote mit eigenem Preis lagen im Median bei 2.106 €.

Heizraum mit drei Öltanks in einer Auffangwanne, Ölkessel mit Abgasrohr zum Schornstein und Warmwasserspeicher
Vorher: Ölkessel mit Abgasrohr, Warmwasserspeicher und die Tanks in ihrer Auffangwanne.
Derselbe Raum mit Inneneinheit und Warmwasserspeicher; die Tanks sind weg, die Schornsteinöffnung ist verschlossen, die Außeneinheit steht vor dem Haus
Nachher: Inneneinheit und Warmwasserspeicher bleiben im Haus, die Außeneinheit steht draußen, und der Tankraum ist frei.

Schornstein und Schornsteinfeger

Eine elektrische Wärmepumpe hat weder Feuerstätte noch Abgasanlage, also nichts, was der Schornsteinfeger kehren oder messen müsste. Der alte Schornstein ist von der Kehr- und Überprüfungspflicht befreit, wenn er dauerhaft stillgelegt ist, seine Anschlussöffnungen dicht mit nicht brennbarem Material verschlossen sind und Sie die Stilllegung dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger schriftlich oder elektronisch mitgeteilt haben (§ 1 Abs. 3 der Kehr- und Überprüfungsordnung). Bleibt ein Kaminofen in Betrieb, gilt die Pflicht für ihn weiter.

Strom, Zählerschrank und Messsystem

Elektroarbeiten standen in 80 % der von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angebote, ein Umbau des Zählerschranks nur in 31 % ausdrücklich, teils weil der vorhandene genügt; mit eigenem Preis (34 Angebote) lag er im Median bei 2.966 €. Förderfähig ist die elektrische Infrastruktur, die unmittelbar zur Wärmepumpe gehört; ob der Zählerschrank dazuzählt, klären Sie vorher mit dem Fachbetrieb oder einem Energieeffizienz-Experten.

Die Inbetriebnahme muss dem Netzbetreiber im Voraus gemeldet werden. Für die Förderung bestellen Sie beim Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem samt nötiger Steuerungseinrichtung, spätestens bis zur Inbetriebnahme der Wärmepumpe oder der Abnahme durch den Fachbetrieb; ein einmaliges Entgelt dafür ist förderfähig.

Heizung tauschen: acht Schritte vom Öl zur Wärmepumpe

  1. Prüfen: Ölverbrauch mehrerer Jahre und Wohnfläche heraussuchen, an einem kalten Tag den Heizkörpertest machen.
  2. Angebote einholen: mit raumweiser Heizlast, hydraulischem Abgleich nach Verfahren B, wie ihn die KfW verlangt, und dem Ausbau von Kessel und Tank als eigenen Posten. Die Verbraucherzentralen vergleichen bis zu drei Wärmepumpen-Angebote kostenlos; worauf es ankommt, steht im Ratgeber Wärmepumpen-Angebot prüfen.
  3. Bestätigung zum Antrag (BzA): vom Fachbetrieb oder einem Energieeffizienz-Experten, mit den geplanten förderfähigen Kosten.
  4. Vertrag mit Bedingung: aufschiebend oder auflösend, bezogen auf die KfW-Zusage und mit dem voraussichtlichen Datum der Umsetzung.
  5. KfW-Antrag: in „Meine KfW“, bevor die Arbeiten beginnen; ein Vertrag ohne Bedingung oder ein Baustart vor dem Antrag schließt die Förderung aus. Einzelheiten im Ratgeber KfW-Antrag für die Wärmepumpe.
  6. Einbau: nach der Zusage sofort; zwischen Antrag und Zusage ist der Start erlaubt, aber auf eigenes Risiko. Netzbetreiber vorab informieren, Messsystem bestellen.
  7. Altanlage ausbauen: Kessel fachgerecht ausbauen und entsorgen lassen, eine Bedingung für den Klimageschwindigkeitsbonus; Tank stilllegen, Schornstein verschließen und die Stilllegung melden.
  8. Inbetriebnahme und Nachweis: Heizkurve einstellen, Anlage hydraulisch abgleichen; alles binnen 36 Monaten nach der Zusage abschließen und die Nachweise spätestens sechs Monate nach der letzten Rechnung einreichen.

Wie der Einbau im Haus abläuft, von der Bestandsaufnahme bis zur Inbetriebnahme, zeigt die Bildfolge im Ratgeber Gasheizung durch Wärmepumpe ersetzen.

Checkliste: Bevor Sie den Auftrag unterschreiben

Klären Sie diese Punkte schriftlich.

  • Kessel. Inbetriebnahmedatum und Typenschild fotografieren und festhalten, dass die Anlage noch funktioniert.
  • Tank. Volumen, ober- oder unterirdisch, Lage in einem Schutz- oder Überschwemmungsgebiet: Daraus folgt, ob ein Sachverständiger prüfen muss.
  • Angebot. Raumweise Heizlast, hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, Speichergröße, Ausbau von Kessel und Tank, Zählerschrank: jeweils enthalten oder nicht.
  • Termine. Wer meldet die Wärmepumpe beim Netzbetreiber an, bestellt das Messsystem und meldet die Stilllegung des Schornsteins?

Werte, die sich ändern

WasWertgilt
KfW-Grundförderung Wärmepumpe30 % auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten (erste Wohneinheit)Anträge bis 31. Dezember 2026
Klimageschwindigkeitsbonus16 Prozentpunkte zusätzlich, auf dieselbe Höchstgrenze von 28.000 €; nur für Selbstnutzer, die eine funktionierende Ölheizung fachgerecht ausbauen und entsorgen lassen und danach im Gebäude oder gebäudenah nicht fossil oder mit Gas heizenAnträge bis 31. Januar 2027; die Stufen danach nennt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung
Haushaltsstrom37,3 ct/kWhBDEW-Durchschnitt 2026, Neukunden, 3.500 kWh, ohne Wärmepumpentarif (vorsichtiger Fall)
Heizöl94,20 ct/l (2025, Mittel der Monatswerte), 127,14 ct/l (Januar bis September 2026), 161,12 ct/l (September 2026)en2x, 3.000 Liter, inkl. MwSt.
CO2-Preis55 bis 65 € je Tonne2026; für 2027 vom Bundestag beschlossen
Netzentgelt Modul 1 (§ 14a EnWG)110 bis 190 € weniger im JahrWärmepumpen über 4,2 kW ab 1. Januar 2024; drosselbar bei drohender Beschädigung oder Überlastung, übergangsweise auch vorbeugend, nie unter 4,2 kW; Spanne der Bundesnetzagentur von 2023

So haben wir gerechnet

Beispielhaus von 1965 mit 2.000 Litern Heizöl im Jahr; 85 % Nutzungsgrad und JAZ 3,3 (Spanne 2,8 bis 4,0) sind unsere Annahmen. Preise inkl. MwSt.: Strom laut BDEW ohne Wärmepumpentarif (vorsichtig gerechnet), Heizöl laut en2x, Angebote laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz; ohne Wartung, Schornsteinfeger und Tankprüfung. Mehr in unserer redaktionellen Methode.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Ölheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten?

Rechnen Sie mit dem Angebotspreis abzüglich des Zuschusses; was im Angebot fehlt, etwa Zählerschrank oder Tankausbau, kommt zum Eigenanteil dazu. Beim Median der Verbraucherzentrale bleiben nach 12.880 € Zuschuss (30 % plus 16 Prozentpunkte Klimageschwindigkeitsbonus auf 28.000 €, für Anträge bis 31. Dezember 2026, wenn Sie selbst im Haus wohnen und eine funktionierende Ölheizung ersetzen) rund 22.000 € Eigenanteil, solange alle Kosten förderfähig sind und kein Einkommensbonus dazukommt. Zudem muss die alte Heizung fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden, und danach darf im Gebäude oder gebäudenah keine fossile oder mit Gas betriebene Heizung laufen.

Muss ich meine Ölheizung nach dem neuen Heizungsgesetz austauschen?

Das Betriebsverbot für alte Heizkessel (§ 72 des früheren Gebäudeenergiegesetzes) ist seit dem 29. Juli 2026 gestrichen; eine funktionierende Ölheizung darf weiterlaufen. Sonderfälle wie einen Heizungsausfall erklärt der Ratgeber Heizungsgesetz.

Wer entsorgt den Öltank, und wird das gefördert?

Sie beauftragen den Ausbau, am einfachsten zusammen mit der Wärmepumpe; die Entsorgung zählt dann zu den förderfähigen Kosten. Lassen Sie sie als eigene Position anbieten, weil der Preis von Größe, Lage und Bauart abhängt. Einen Sachverständigen braucht die Stilllegung bei unterirdischen Tanks immer, bei oberirdischen je nach Gefährdungsstufe und Lage.

Darf ich noch eine neue Ölheizung einbauen?

Ja, das Gesetz lässt Ölheizungen unter den zehn Optionen für den Heizungstausch zu (§ 42 GModG). Für einen neuen Kessel im Bestand rechnen Sie dann ab 2029 mit dem steigenden Bio-Anteil und ohne KfW-Zuschuss; fragen Sie vorher, ob und zu welchem Preis Ihr Lieferant Bioöl anbietet.

Wie lange dauert der Umstieg von Öl auf Wärmepumpe?

Eine feste Dauer gibt es nicht, sie hängt daran, wann ein Fachbetrieb Zeit hat. Fragen Sie nach dem Starttermin, bevor der Tank leer ist: Reicht das Öl nicht bis zur Inbetriebnahme, ist die Miete einer provisorischen Heizung für höchstens ein Jahr förderfähig. Zur Orientierung lag der Auftragsbestand im SHK-Handwerk laut Herbstumfrage 2026 des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima bei 15,1 Wochen (rund 1.980 Innungsbetriebe, alle Arbeiten).