Wärmepumpe Kosten: Was eine Luft-Wasser-Wärmepumpe 2026 kostet
Was in einem Angebot für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe steckt, was im Altbau dazukommt, was nach dem KfW-Zuschuss bleibt und was der Betrieb kostet: alles an einem Beispielhaus durchgerechnet.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus mit Einbau rund 35.000 € vor Förderung: Das ist der Median von 160 Angeboten aus Rheinland-Pfalz, ausgewertet von der Verbraucherzentrale; das günstigste lag bei 21.099 €, das teuerste bei 54.168 €. Die KfW fördert davon höchstens 28.000 €: mit 30 % oder, wenn Sie selbst im Haus wohnen und eine funktionierende, mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen, mit 46 % (Antrag bis Ende 2026). In unserem Beispielhaus bleiben so 22.018 € Eigenanteil.
Auf einen Blick
- Preis. Median 34.898 € mit Einbau, Spanne 21.099–54.168 €: 160 Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser in Rheinland-Pfalz, erstellt von September 2025 bis April 2026, Preise vor Förderung.
- Förderung. 30 % Grundförderung auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten; 16 Prozentpunkte mehr, wenn Sie selbst im Haus wohnen und eine funktionierende Ölheizung oder eine funktionierende, mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen; Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 50.000 € erhalten weitere 10 bis 40 Prozentpunkte, zusammen höchstens 70 % (bei einem Einkommen bis 30.000 €: 80 %), Antrag bis Ende 2026.
- Extras. Ein Umbau des Zählerschranks kostete im Median 2.966 € und war nur in 31 % der Angebote ausdrücklich enthalten.
- Betrieb. Im Beispielhaus 2.035 € Strom im Jahr, also 170 € im Monat, bei 18.000 kWh Heizwärme, einer Jahresarbeitszahl von 3,3 und 37,3 ct/kWh; die Gasheizung kostet dort bei 12,23 ct/kWh 2.446 € im Jahr.
- Reihenfolge. Erst den Liefervertrag mit Förderbedingung schließen und den KfW-Antrag stellen, dann bauen lassen; sonst entfällt der Zuschuss.
Was eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus mit Einbau kostet
Die Preise auf dieser Seite stammen aus einer Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: 160 zufällig ausgewählte Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern, erstellt zwischen September 2025 und April 2026. Es sind Preise vor Förderung aus einem Bundesland: Richtwerte, die sich laut Verbraucherzentrale nicht ohne Weiteres auf ganz Deutschland übertragen lassen, und kein Preis für Ihr Haus. Um ein eigenes Angebot einzuordnen, taugen sie trotzdem, denn sie stammen aus echten Angeboten.
| Kennzahl | Gesamtpreis mit Einbau |
|---|---|
| Günstigstes Angebot | 21.099 € |
| Median | 34.898 € |
| Mittelwert | 36.397 € |
| Teuerstes Angebot | 54.168 € |
Der Median ist der mittlere Wert: Die eine Hälfte der Angebote lag darunter, die andere darüber. Der Mittelwert liegt mit 36.397 € höher, weil einzelne sehr teure Angebote ihn nach oben ziehen. Für Ihre Planung ist der Median deshalb der bessere Anhaltspunkt.
Pro Kilowatt Heizleistung kosteten die Angebote zwischen 2.248 und 8.498 €, im Median 4.098 € (156 Angebote mit Leistungsangabe). Kleine Geräte sind pro kW deutlich teurer, weil ein Teil der Kosten nicht von der Leistung abhängt. Die Verbraucherzentrale beschreibt drei typische Bereiche:
| Leistung | Preis pro kW | Rechenbeispiel |
|---|---|---|
| etwa 4–7 kW | häufig 5.000–8.500 € | 6 kW: 30.000–51.000 € |
| etwa 8–12 kW | meist 3.000–5.000 € | 10 kW: 30.000–50.000 € |
| ab etwa 12 kW | oft 2.300–3.500 € | 14 kW: 32.200–49.000 € |
Das Rechenbeispiel ist unsere Multiplikation der typischen Werte, kein Preis eines einzelnen Angebots. Es zeigt das Muster: Ein kleineres Gerät spart kaum Geld, und ein größeres kostet im Gesamtpreis nur wenig mehr als ein mittleres. Entscheidend ist, dass die Leistung zur Heizlast Ihres Hauses passt. Am häufigsten angeboten wurden Geräte mit 10–12 kW (60 Angebote), dann 7–9 kW (45) und 4–6 kW (29); 13–15 kW (16) und 16–20 kW (6) waren seltener.
Luft-Wärmepumpen sind in Deutschland der Normalfall: 2025 waren laut Bundesverband Wärmepumpe 283.000 der 299.000 verkauften Heizungswärmepumpen Luft-Wärmepumpen. Die Angebotspreise und Beispiele auf dieser Seite gelten für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Andere Bauarten kosten deutlich mehr. Nach einer Umfrage der Energieberatung der Verbraucherzentrale unter ihren Energieberatern lagen die Durchschnittspreise 2026 vor Förderung bei 36.000 € für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, 56.000 € für Erdwärme mit Sonde, 54.000 € für Erdwärme mit Kollektor und 49.000 € für eine Hybridheizung aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Gas-Brennwertkessel; eine neue Gasheizung kostete im Schnitt 16.000 €. Diese Preise enthalten die Entsorgung der alten Heizung, aber keine neuen Heizleitungen und Heizflächen, und stammen aus einer anderen Erhebung als die Angebotsauswertung oben. Wann sich der Aufpreis für Erdwärme lohnt, erklärt der Ratgeber Erdwärmepumpe.
Wofür Sie bezahlen: die Posten im Angebot
Ein Angebot besteht aus deutlich mehr als dem Gerät. Wo die Angebote einzelne Posten mit eigenem Preis auswiesen, ergab die Auswertung diese Werte:
| Posten | Angebote mit Preis | Spanne | Median |
|---|---|---|---|
| Montage und Lohn | 78 | 2.975–13.836 € | 6.650 € |
| Umbau Zählerschrank | 34 | 350–7.765 € | 2.966 € |
| Elektroinstallation | 78 | 347–7.648 € | 2.687 € |
| Warmwasserbereitung | 43 | 524–5.516 € | 2.106 € |
| Fundament | 64 | 298–3.570 € | 1.399 € |
| Pufferspeicher | 44 | 451–10.938 € | 1.237 € |
| Hydraulischer Abgleich | 89 | 120–5.300 € | 1.071 € |
Manche Angebote bündeln Posten, andere nennen nur einen Pauschalpreis. Die Medianwerte stammen deshalb aus unterschiedlich vielen Angeboten und ergeben zusammen nicht den Gesamtpreis; das Gerät selbst ist in der Auswertung nicht als eigener Posten ausgewiesen. Größter Einzelposten ist die Montage mit einem Median von 6.650 €, und sie streut am stärksten, von 2.975 bis 13.836 €.
Preis je Posten
| Posten | Günstigstes Angebot | Median | Teuerstes Angebot |
|---|---|---|---|
| Montage und Lohn | 2.975 € | 6.650 € | 13.836 € |
| Zählerschrank | 350 € | 2.966 € | 7.765 € |
| Elektroinstallation | 347 € | 2.687 € | 7.648 € |
| Warmwasser | 524 € | 2.106 € | 5.516 € |
| Fundament | 298 € | 1.399 € | 3.570 € |
| Pufferspeicher | 451 € | 1.237 € | 10.938 € |
| Hydraulischer Abgleich | 120 € | 1.071 € | 5.300 € |
Wichtiger als jede einzelne Zahl ist, was fehlt. Elektroarbeiten standen in 80 % der Angebote, ein Umbau des Zählerschranks aber nur in 50 Angeboten (31 %) ausdrücklich; in 73 war er ausgeschlossen, in 37 blieb es offen. Ob die Wärmepumpe einen eigenen Zähler bekommt oder am Haushaltszähler hängt, ging nur aus 16 der 160 Angebote hervor. Und die Förderbedingung im Vertrag, ohne die der KfW-Zuschuss entfällt, stand nur in 33 % der Angebote. Ein Angebot, das günstig wirkt, kann also teurer werden, wenn Posten nachträglich dazukommen; allein beim Zählerschrank warnt die Verbraucherzentrale vor ungeplanten Mehrkosten von mehreren Tausend Euro.

Wärmepumpe im Altbau: Diese Kosten kommen dazu
In einem älteren Haus entscheidet der Bestand, welche Zusatzarbeiten anfallen. Diese Posten sollten Sie im Angebot getrennt sehen, damit Sie zwei Angebote vergleichen können:
- Zählerschrank. Entspricht der vorhandene Schrank nicht den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers oder fehlt Platz für die zusätzliche Technik, wird er umgebaut oder erneuert. In den Angeboten mit Einzelpreis kostete das 350–7.765 €, im Median 2.966 €.
- Hydraulischer Abgleich. Er stellt die Heizung so ein, dass jeder Heizkörper die passende Wassermenge bekommt. Für die KfW-Förderung ist er nach Verfahren B mit dem Formular der VdZ Pflicht; im Median kostete er 1.071 €.
- Pufferspeicher. Ein zusätzlicher Speicher für Heizungswasser. Lassen Sie sich begründen, warum er eingeplant ist: Der Median lag bei 1.237 €, ein Ausreißer bei 10.938 €.
- Heizkörper. Ob einzelne Räume größere Heizkörper brauchen, klärt der Fachbetrieb anhand der raumweisen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die für die Förderung ohnehin vorgeschrieben ist. Lassen Sie sich einen Preis je Heizkörper nennen. In der ersten Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (160 Angebote, Oktober 2024 bis Mai 2025) nannten nur 18 Angebote einen Preis für den Tausch: 326 bis 1.207 € je Heizkörper, im Median 642 €. Wie viele Heizkörper betroffen sind, zeigt erst die raumweise Berechnung. Für die Optimierung einer bestehenden Heizungsanlage, zu der auch der Einbau von Niedertemperaturheizkörpern oder einer Flächenheizung gehört, sieht die Förderrichtlinie einen eigenen Fördersatz von 15 % vor, bei förderfähigen Kosten von höchstens 30.000 € im Kalenderjahr für ein Einfamilienhaus. Dieselben Kosten werden nur einmal gefördert; ob neue Heizkörper beim Heizungstausch zur Wärmepumpe oder zur Heizungsoptimierung zählen, klären Sie vor dem Antrag mit dem Fachbetrieb oder einem Energieeffizienz-Experten.
- Alte Heizung. Für den Klimageschwindigkeitsbonus muss die alte Heizung fachgerecht demontiert und entsorgt werden, und danach darf keine fossile oder mit Gas betriebene Heizung im Gebäude oder gebäudenah die Wohnung mehr versorgen. Lassen Sie Demontage und Entsorgung als eigenen Posten ausweisen.
Für die Betriebskosten zählt, wie effizient die Anlage im Bestand läuft. Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001 gemessen: Die Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9; einen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz fanden die Forscher nicht. Für unser Beispielhaus rechnen wir vorsichtig mit 3,3. Ob Ihr Haus ohne größere Umbauten geeignet ist, behandelt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
Was nach der KfW-Förderung bleibt
Die Wärmepumpe selbst fördert die KfW mit dem Zuschuss 458, der „BEG Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude“. Maßgeblich für jeden Satz ist der Tag, an dem Ihr Antrag eingeht. Die KfW rechnet jeden Satz auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit, inklusive Mehrwertsteuer. Für einen Antrag bis Ende 2026 gilt:
- Grundförderung: 30 %.
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozentpunkte, wenn Sie selbst im Haus wohnen und eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine funktionierende Gas- oder Biomasseheizung ersetzen, die vor mindestens 20 Jahren in Betrieb ging.
- Einkommensbonus: 40, 30 oder 10 Prozentpunkte, nur für Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000, 40.000 oder 50.000 €.
- Obergrenze: zusammen höchstens 70 %; bei einem Einkommen bis 30.000 € sind es 80 %.
Wir rechnen mit einem Antrag bis Ende 2026, weil die Grundförderung für Wärmepumpen laut Förderrichtlinie im ersten Quartal 2027 sinken soll und der Stichtag noch nicht feststeht. Der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozentpunkten und der Höchstbetrag von 28.000 € gelten bis 31. Januar 2027.
Wichtig für Ihre Rechnung ist der Höchstbetrag: Kostet die Anlage mehr als 28.000 €, zahlen Sie jeden Euro darüber vollständig selbst. Im Beispielhaus mit 34.898 € sind das 6.898 €.
Im Beispielhaus (selbst bewohnt, Gasheizung mindestens 20 Jahre alt, alle Kosten bis zum Höchstbetrag förderfähig, Antrag bis Ende 2026) sind das 46 % × 28.000 € = 12.880 € Zuschuss und 22.018 € Eigenanteil; wie sich der Zuschuss mit Einkommensbonus oder ohne Klimageschwindigkeitsbonus ändert, rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Förderung für jeden Fall vor, und wie Sie den Antrag stellen, zeigt der Ratgeber KfW-Antrag für die Wärmepumpe.
Ab dem 1. Februar 2027 wird die Förderung kleiner: Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt dann 12 Prozentpunkte, der Höchstbetrag 27.250 €. Außerdem sieht die Förderrichtlinie vor, dass die Grundförderung für Wärmepumpen ab dem ersten Quartal 2027 auf 15 % sinken wird und Wärmepumpen mit Ursprung in der EU dafür 15 Prozentpunkte Wertschöpfungs-Bonus erhalten werden; das genaue Startdatum und die Herkunftsregeln sind noch nicht veröffentlicht. Für das Beispielhaus bei einem Antrag zwischen dem 1. Februar und dem 31. Juli 2027:
- vor dem Start der Änderung oder mit einer Wärmepumpe aus der EU: 42 % × 27.250 € = 11.445 €
- nach dem Start mit einem Gerät von außerhalb der EU: 27 % × 27.250 € = 7.357,50 €
Vor dem Antrag brauchen Sie einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung, die an die Zusage der KfW geknüpft ist, und mit dem voraussichtlichen Datum der Umsetzung. Wenn Sie einen Vertrag ohne diese Bedingung unterschreiben oder die Arbeiten vor Ort vor dem Antrag beginnen, gilt das Vorhaben als begonnen, und die Förderung ist ausgeschlossen. Planung und Beratung dürfen vorher stattfinden.
Einen Rechtsanspruch auf den Zuschuss gibt es nicht; die KfW fördert im Rahmen der verfügbaren Mittel. Wer den Zuschuss nutzt, kann für dieselbe Maßnahme keine Steuerermäßigung nach § 35a oder § 35c EStG beantragen. Laut Merkblatt lässt sich der Zuschuss mit dem zinsgünstigen KfW-Ergänzungskredit kombinieren, den Sie über Ihre Hausbank beantragen. Wie die KfW das Einkommen berechnet, was mit Kindern im Haushalt gilt, welche technischen Mindestanforderungen das Gerät erfüllen muss und wie der Ergänzungskredit funktioniert, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung. Ob ein Bonus in Ihrem Fall greift, bestätigen die KfW oder ein Energieeffizienz-Experte.
Das Beispielhaus: alle Zahlen in einer Rechnung
Unser Beispielhaus ist ein Einfamilienhaus von 1975 mit 140 m² Wohnfläche, teilweise saniert, mit Heizkörpern und einer funktionierenden Gasheizung, die vor mindestens 20 Jahren in Betrieb ging. Es verbraucht 20.000 kWh Gas im Jahr; bei einem Nutzungsgrad der alten Heizung von 90 % sind das 18.000 kWh Heizwärme. Die Eigentümer wohnen selbst im Haus. Das Haus ist ein Rechenbeispiel, keine Aussage über Ihr Haus.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Angebotspreis (Median der Auswertung) | – | 34.898 € |
| Förderfähige Kosten | höchstens 28.000 € (Antrag bis Ende 2026) | 28.000 € |
| KfW-Zuschuss, Antrag bis Ende 2026 | (30 % + 16 %) × 28.000 € | 12.880 € |
| Eigenanteil | 34.898 € − 12.880 € | 22.018 € |
| Heizwärme im Jahr | 20.000 kWh Gas × 90 % | 18.000 kWh |
| Strom für die Wärmepumpe | 18.000 kWh ÷ JAZ 3,3 | 5.455 kWh |
| Stromkosten im Jahr | 5.455 kWh × 0,373 €/kWh | 2.035 € |
| Gaskosten der alten Heizung | 20.000 kWh × 0,1223 €/kWh | 2.446 € |
| Pro Monat | 2.035 € ÷ 12 und 2.446 € ÷ 12 | 170 € und 204 € |
Die Rechnung zeigt das Verhältnis, auf das es ankommt: 22.018 € Eigenanteil fallen einmal an, 411 € weniger Energiekosten bei JAZ 3,3 und den Preisen in der Tabelle jedes Jahr. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, was eine neue Gasheizung stattdessen kosten würde und wie sich Strom- und Gaspreise entwickeln.
Laufende Kosten im Jahr und im Monat
Was eine Wärmepumpe im Betrieb kostet, folgt aus drei Zahlen: der Heizwärme, die Ihr Haus braucht, der Jahresarbeitszahl und dem Strompreis. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme die Anlage über ein Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Die KfW fördert nur Anlagen, die nach einer Berechnung gemäß VDI 4650 auf eine JAZ von mindestens 3,0 ausgelegt sind.
Die Formel: Strom (kWh) = Heizwärme (kWh) ÷ JAZ. Stromkosten (€) = Strom (kWh) × Strompreis (€/kWh).
| Heizung im Beispielhaus | Rechnung | pro Jahr | pro Monat |
|---|---|---|---|
| Gasheizung | 20.000 kWh × 0,1223 €/kWh | 2.446 € | 204 € |
| Wärmepumpe, JAZ 2,8 | 18.000 ÷ 2,8 = 6.429 kWh × 0,373 €/kWh | 2.398 € | 200 € |
| Wärmepumpe, JAZ 3,3 | 18.000 ÷ 3,3 = 5.455 kWh × 0,373 €/kWh | 2.035 € | 170 € |
| Wärmepumpe, JAZ 4,0 | 18.000 ÷ 4,0 = 4.500 kWh × 0,373 €/kWh | 1.679 € | 140 € |
Energiekosten pro Jahr
| Heizung | Gasheizung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Gasheizung | 2.446 € | |
| JAZ 2,8 | 2.398 € | |
| JAZ 3,3 | 2.035 € | |
| JAZ 4,0 | 1.679 € |
Die Spanne zeigt, worauf es ankommt: Bei einer JAZ von 2,8 kostet die Wärmepumpe im Beispielhaus 48 € weniger als Gas, bei 4,0 sind es 767 € weniger im Jahr. Die Effizienz steigt, je niedriger die Vorlauftemperatur ist, mit der die Heizung auskommt. Das zeigt sich schon in den Mindestwerten der Förderung: Bei 35 °C Vorlauftemperatur verlangt die Förderrichtlinie von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe eine Jahreseffizienz (ηs) von mindestens 150 %, bei 55 °C nur 125 %.
Wir rechnen mit 37,3 ct/kWh, dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse (Neukundentarife, 3.500 kWh im Jahr, Grundpreis anteilig enthalten). Wärmepumpentarife sind in diesem Durchschnitt nicht enthalten; das Beispiel ist also vorsichtig gerechnet. Gas kostet im Einfamilienhaus laut BDEW 2026 im Schnitt 12,23 ct/kWh.
Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gegangen sind, darf der Netzbetreiber zeitweise drosseln, aber nicht unter 4,2 kW. Dafür sinkt das Netzentgelt: Im Modul 1, das gilt, wenn Sie nichts anderes wählen, sind das je nach Netzgebiet rund 110 bis 190 € im Jahr (Werte von 2023). Im Beispielhaus lägen die Stromkosten damit bei rund 1.845 bis 1.925 €.
Dazu kommt die Wartung. 22 Angebote nannten dafür einen Preis: 196 bis 452 € je Termin, im Median 360 €.
Wie sich der Verbrauch über das Jahr verteilt und wie Sie ihn für Ihr Haus schätzen, erklärt der Ratgeber Stromverbrauch einer Wärmepumpe. Ob sich die Investition gegenüber Ihrer jetzigen Heizung rechnet, mit Zuschuss und über viele Jahre, zeigt der Ratgeber Lohnt sich eine Wärmepumpe?.
Was den Preis treibt und wie Sie ihn senken
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot der Auswertung lagen 33.069 €. Ein Teil davon geht auf das Haus zurück, ein Teil auf den Leistungsumfang und die Preisgestaltung der Anbieter. Diese Punkte haben Sie in der Hand:
- Leistung passend zur Heizlast. Die Heizlast ist die Heizleistung in kW, die Ihr Haus an einem sehr kalten Tag braucht. Die Förderrichtlinie verlangt eine raumweise Berechnung nach DIN EN 12831, ausdrücklich um über- und unterdimensionierte Anlagen zu vermeiden. Ein Gerät, das größer ist als nötig, kostet mehr; ein knapp gewähltes spart wegen der hohen Preise pro kW bei kleinen Geräten wenig.
- Gleicher Leistungsumfang. Vergleichen Sie Preise erst, wenn die Angebote dieselben Posten enthalten. Nach der Auswertung können höhere Preise mit vollständigeren Leistungen einhergehen, und besonders günstige Angebote auf fehlende Posten hinweisen.
- Zeitpunkt des Antrags. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt jedes Halbjahr um 4 Prozentpunkte und entfällt ab 1. August 2028, der Höchstbetrag sinkt jedes Halbjahr um 750 €. Im Beispielhaus bringt ein Antrag ab 1. Februar 2027 deshalb mindestens 1.435 € weniger Zuschuss als ein Antrag bis Ende 2026.
- Zahlungsplan. Etwa ein Drittel der 75 Angebote mit Zahlungsbedingungen verlangte bei Auftrag eine Anzahlung von 12 bis 85 % des Preises. Die Verbraucherzentrale sieht hohe Anzahlungen kritisch, weil sie Ihre Verhandlungsposition schwächen, und verweist auf Anbieter, die darauf verzichten.
Zeitdruck macht das Gesetz nicht: Eine Wärmepumpe ist nicht vorgeschrieben. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) nennt sie in § 42 als eine von zehn Optionen, wenn Sie Ihre Heizung ersetzen; die 65-%-Regel des sogenannten Heizungsgesetzes galt bis 28. Juli 2026. Was das Gesetz verlangt, erklärt der Ratgeber Heizungsgesetz.
Welche Posten ein vollständiges Angebot enthalten sollte, mit einer Checkliste zu den Förderbedingungen, und wie Sie zwei Angebote Zeile für Zeile vergleichen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpen-Angebot prüfen.
Werte, die sich ändern
| Was | Wert | gilt |
|---|---|---|
| Grundförderung KfW 458 | 30 % | Anträge seit 21. Juli 2026; für Wärmepumpen soll sie ab dem ersten Quartal 2027 auf 15 % sinken, Startdatum noch nicht veröffentlicht |
| Wertschöpfungs-Bonus | 15 Prozentpunkte | soll ab dem ersten Quartal 2027 für Wärmepumpen mit Ursprung in der EU gelten, Regeln noch nicht veröffentlicht |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 Prozentpunkte | Antrag bis 31. Januar 2027; dann 12 (bis 31. Juli 2027), 8 (bis 31. Januar 2028), 4 (bis 31. Juli 2028), ab 1. August 2028 keiner |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 Prozentpunkte | nur für Selbstnutzer; zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € / bis 40.000 € / bis 50.000 €, mit mindestens einem Kind unter 18 im Haushalt jede Grenze einmalig 10.000 € höher |
| Obergrenze des Fördersatzes | 70 %, bis 30.000 € Einkommen 80 % | je Wohneinheit; mit Kind im Haushalt gilt die 80-%-Grenze bis 40.000 € |
| Höchstbetrag förderfähiger Kosten | 28.000 € für die erste Wohneinheit | Antrag bis 31. Januar 2027; danach je Halbjahr 750 € weniger, ab 1. August 2030 22.000 € |
| Angebotspreise Luft-Wasser-Wärmepumpe | 21.099–54.168 €, Median 34.898 € | 160 Angebote aus Rheinland-Pfalz, erstellt September 2025 bis April 2026, vor Förderung |
| Heizkörpertausch | 326–1.207 € je Heizkörper, Median 642 € | 18 Angebote aus Rheinland-Pfalz, Oktober 2024 bis Mai 2025 |
| Haushaltsstrompreis | 37,3 ct/kWh | Durchschnitt 2026 laut BDEW |
| Gaspreis Einfamilienhaus | 12,23 ct/kWh | Durchschnitt 2026 laut BDEW |
| Netzentgelt-Rabatt nach § 14a EnWG, Modul 1 | rund 110–190 € im Jahr | je nach Netzgebiet, Werte von 2023 |
So haben wir gerechnet
Alle Beispielzahlen gelten für unser Beispielhaus (Einfamilienhaus von 1975, 140 m², Heizkörper, 20.000 kWh Gas im Jahr), eine Annahme zur Veranschaulichung, mit dem Median der 160 Angebote der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, den Strom- und Gaspreisen des BDEW für 2026 und einer Jahresarbeitszahl von 3,3, die wir etwas vorsichtiger ansetzen als den Mittelwert von 3,4 aus den Feldmessungen des Fraunhofer ISE (Varianten mit 2,8 und 4,0). Nicht eingerechnet sind Wartung, Schornsteinfeger, Finanzierung und Netzentgelt-Rabatte; mehr dazu in unserer redaktionellen Methode.
Häufige Fragen
Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Einbau?
Im Median 34.898 € vor Förderung. Das ergab die Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz von 160 Angeboten aus dem Land; die Spanne reichte von 21.099 bis 54.168 €. Am häufigsten angeboten wurden Geräte mit 10 bis 12 kW (60 von 156 Angeboten mit Leistungsangabe), für die die Verbraucherzentrale meist 3.000 bis 5.000 € pro kW fand. Der Preis enthält Gerät, Montage und je nach Angebot Speicher, Elektrik und Fundament; was oft fehlt, zeigt der Abschnitt zu den Kostenposten oben.
Was kostet eine Wärmepumpe monatlich?
Im Beispielhaus 170 € Strom im Monat: 18.000 kWh Heizwärme ÷ JAZ 3,3 = 5.455 kWh, mal 0,373 €/kWh sind 2.035 € im Jahr. Für dieselbe Wärme kostet das Gas dort bei 12,23 ct/kWh 204 € im Monat. Die Wartung und, falls Sie den Eigenanteil finanzieren, die Kreditrate kommen dazu.
Was kostet eine Wärmepumpe für 200 qm?
Die Wohnfläche allein legt den Preis nicht fest; entscheidend ist die Heizlast, die der Fachbetrieb für die Förderung raumweise nach DIN EN 12831 berechnet. Für eine erste grobe Schätzung teilen Sie Ihren Gasverbrauch in Kubikmetern oder Ihren Ölverbrauch in Litern pro Jahr durch 250 (mit Warmwasser durch 300): Das ergibt ungefähr die Heizlast in kW. Diese Faustformel des Bundesverbands Wärmepumpe ersetzt keine Berechnung. Verbraucht ein großes Haus zum Beispiel 3.500 m³ Gas im Jahr, ergibt das grob 14 kW; ab etwa 12 kW lagen die Angebote oft bei 2.300 bis 3.500 € pro kW, ein 14-kW-Gerät also rechnerisch bei 32.200 bis 49.000 €.
Warum sind Wärmepumpen-Angebote so unterschiedlich teuer?
Die Verbraucherzentrale nennt drei Gründe: unterschiedliche bauliche Voraussetzungen, ein unterschiedlicher Leistungsumfang und die Preisgestaltung der Anbieter. Besonders günstige Angebote können auf fehlende Posten hinweisen, höhere Preise auf einen vollständigeren Umfang. Legen Sie Angebote deshalb Posten für Posten nebeneinander, bevor Sie die Endsummen vergleichen.
Werden Wärmepumpen günstiger?
Bei den Angebotspreisen kaum: Gegenüber der ersten Auswertung mit Angeboten von Oktober 2024 bis Mai 2025 stieg der Mittelwert um 118 €, der Median sank um 81 €; die Verbraucherzentrale spricht von einem stagnierenden Preisniveau. Die Förderung sinkt dagegen nach festem Plan. Für das Beispielhaus brächte ein Antrag ab 1. Februar 2027 mindestens 1.435 € weniger Zuschuss.
Kann man eine Wärmepumpe selbst kaufen und einbauen?
Wer das Gerät selbst kauft und einbaut, bekommt von der KfW nur das Material gefördert, und nur wenn ein Fachunternehmer oder Energieeffizienz-Experte die fachgerechte Ausführung und die Materialkosten bestätigt. Die Bestätigung zum Antrag stellt ohnehin ein Fachunternehmer oder Experte aus. Arbeiten am Kältekreis und am Stromanschluss gehören in jedem Fall in die Hand von Fachbetrieben.
Was kostet eine Wärmepumpe nach Abzug der Förderung?
Im Beispielhaus, einem selbst bewohnten Haus mit einer funktionierenden, mindestens 20 Jahre alten Gasheizung, bleiben von 34.898 € nach dem KfW-Zuschuss von 12.880 € (46 % auf 28.000 €) 22.018 € Eigenanteil. Je nach ersetzter Heizung und Einkommen liegt der Eigenanteil bei diesem Angebotspreis zwischen 12.498 € und 26.498 €, weil die KfW die Prozente nur auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten rechnet (Antrag bis Ende 2026). Wann sich dieser Betrag gegenüber Ihrer jetzigen Heizung bezahlt macht, behandelt der Ratgeber Lohnt sich eine Wärmepumpe?.